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Brandstifter legt Feuer im Keller

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Ein Brandstifter hat am Samstagabend in einem Kellerabteil in Bruck sein Unwesen getrieben. © Carmen Voxbrunner

Fürstenfeldbruck - Ein Brandstifter hat am Samstagabend in einem Kellerabteil einen Karton voller Papier angezündet und damit für Großalarm in einem Hochhaus mit fast 50 Parteien gesorgt.

Dank massivem Feuerwehraufgebot waren die Flammen relativ schnell gelöscht. Doch der Qualm verbreitete sich rasch über die Treppenhäuser und einzelne Steigleitungsschächte.

In manchen Wohnungen qualmte es aus den Steckdosen. Im 7. Stock atmete eine Frau soviel von dem Rauch ein, dass sich Sanitäter um sie kümmern mussten. Die meisten Bewohner konnten aber gefahrlos in ihren vier Wänden bleiben. Sie mussten nur zur Sicherheit die Fenster geschlossen halten, bis die Feuerwehren Fürstenfeldbruck, Aich und Puch das Haus gründlich be- und entlüftet hatten.

Um 19.40 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle der Notruf eines Bewohners des Hauses Am Drudenbogen 25 ein. Er hatte den Rauch im Keller als erster bemerkt. Als die Feuerwehr vor Ort ankam, konnten sich die Einsatzkräfte nur noch mit Atemschutzmasken in den Keller trauen. Schnell lokalisierten sie den Brandherd: ein Abteil voller Unrat. Die Flammen hatten auf einen Holzsschank übergegriffen. Auch die Abtrennung aus Holzlatten zum Nachbarabteil und darin gelagerter Unrat brannte bereits lichterloh.

Wie Feuerwehrsprecher Andreas Lohde erklärte, konnte durch schnelles massives Eingreifen die weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Die Lüftungsgeräte wurden teils aus Emmering herbeigeschafft. Die Raumluft in alle Wohnungen in dem Hochhauses wurde in der Folge mit speziellen Messgeräten auf Unbedenklichkeit getestet.

Ziemliche Probleme bereiteten Polizei und Feuerwehr die neugierigen Bewohner. Sie befolgten die die Anweisungen nicht, liefen aufgeregt herum und behinderten die Einsatzkräfte. Ein Ärgernis waren für den Brucker Feuerwehrkommandanten Christian Lais auch bei diesem Einsatz im Weg stehende Fahrzeuge. Wegen zweier unglücklich geparkter Lkw musste die anrückende Wehr einen Umweg fahren. Aus dem selben Grund mussten die Männer lange Schläuche verlegen, um sich das nötige Löschwasser zu beschaffen.

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat nun die Ermittlungen übernommen. Die Tat wird als schwere Brandstiftung eingestuft. Die Kripo versucht sich derzeit ein Bild über die Eigentumsverhältnisse der Kellerabteile zu machen: So hofft man, dem Feuerteufel auf die Spur zu kommen. Den Sachschaden gibt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit mehreren Tausend Euro an. Hier schlagen vor allem Renovierungskosten zu Buche.

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