Wiesn-Ticker: Fahrgeschäft wegen Störung außer Betrieb - und es ist ausgerechnet dieses

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Rudi Keckeis bezweifelt, dass die Inseln Raser bremsen.

Extras muss Gemeinde selbst zahlen

Braucht Ortsdurchfahrt Verkehrsinseln?

Moorensweis – Sorgen Verkehrsinseln für mehr Sicherheit auf der Straße? Diskutiert wurde diese Frage im Moorenweiser Gemeinderat im Zusammenhang mit dem anstehenden Ausbau der Ortsdurchfahrt Steinbach.

Für die Baumaßnahme ist der Landkreis zuständig, Extras wie Verkehrsinseln müsste die Gemeinde jedoch selbst bezahlen. In der vorliegenden Entwurfsplanung, die von Ingenieur Walter Berkmann vorgestellt wurde, sind zwei solche Fahrbahnteiler mit einer Länge von etwa 35 Metern vorgesehen – am Ortseingang aus Richtung Eresried sowie am anderen Ende auf Höhe der Schreinerei Huber.

Hier wird der geplante Gehweg die Straßenseite von Ost nach West wechseln, deshalb dient die Insel auch als Querungshilfe und wäre unter Umständen förderfähig. „Die Höhe des Zuschusses hängt von der Regierung ab“, so Berkmann. Mit Glück würde ein Prozentsatz des kompletten, schätzungsweise 50 000 Euro teuren Bauwerks bezuschusst. Ebenso gut könnte sich die Förderung aber auf denjenigen Teil beschränken, der als Querungshilfe notwendig ist.

Die Verkehrsinseln sollen Autofahrer dazu bringen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Ob das aber gelingen würde, bezweifelten Vize-Bürgermeister Rudi Keckeis (Bürgervereinigung) und Ottmar Müller (CSU). Manche Autofahrer würden die Inseln womöglich als sportliche Herausforderung sehen. Lkw und Zugmaschinen würden zwar zum Herunterbremsen gezwungen, beim anschließenden Beschleunigen aber zusätzlichen Lärm machen.

„Ich halte nichts von Inseln, weil sie nichts bringen“, sagte auch der Steinbacher Gemeinderat Michael Vogt (BV). Die ebenfalls aus dem Ortsteil stammende Simone Drexl (CSU) setzte sich dagegen für die Fahrbahnteiler ein. „Dann ist es einmal gescheit gemacht.“

Insgesamt wird die knapp einen Kilometer lange Ortsdurchfahrt nach dem Ausbau schmaler sein als jetzt und mit einem Gehweg ausgestattet. Die Bushaltestelle wird von ihrer jetzigen ungünstigen Position hinter einer Kuppe verlegt und rollstuhlgerecht ausgebaut. An einer Stelle sind neue Längsparkplätze geplant. Für den Abfluss des Oberflächenwassers wird am südlichen Ortsende eine Mulde mit offenem Graben angelegt. Der vorhandene Regenwasserschacht an dieser Stelle sei öfter verstopft, so Berkmann. „Mindestens einmal im Jahr kommt es dort zu Überflutungen.“

Infoveranstaltung

Die Bürger bekommen heute Abend Gelegenheit, mit einem Vertreter des Landkreises und der Gemeinde über die Planung zu diskutieren. Die Versammlung findet in der Alte Schule statt und beginnt um 19.30 Uhr. (os)

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