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Neubau kommt an die Flurstrasse

Bruck bringt zweite Feuerwache auf den Weg

Der Standort für eine zweite Feuerwache in Fürstenfeldbruck ist gefunden. Das Gerätehaus wird an der Flurstraße neben der Gärtnerei Würstle stehen. Auch Dienstwohnungen für aktive Feuerwehrler sind dabei.

Fürstenfeldbruck – Die Stadt braucht ein zweites Gerätehaus, da die Einsatzkräfte von ihrem Standort an der Landsberger Straße nicht alle Stadtteile schnell genug erreichen können. Die gesetzliche Frist von zehn Minuten reicht beispielsweise auch nicht, um die Klinikgegend, die Buchenau, Puch, Lindachund auch das künftige Viertel im Fliegerhorst anzufahren. Das hat ein Gutachten ergeben. Aus diesem Grund muss eine zweite Feuerwache gebaut werden. Die Stadt machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück – und ist nun an der Flurstraße fündig geworden. Das wurde jetzt im Stadtrat bekannt.

„Es ist mehr oder weniger der Idealstandort“, sagt Feuerwehrreferent Andreas Lohde (CSU). Beim Wunsch-Areal an der Stadelbergerstraße habe man sich mit der Erbengemeinschaft nicht einigen können. Doch das Areal zwischen Flurstraße und B 471 liegt ähnlich günstig. Der Weg in die Innenstadt, und zum Fliegerhorst ist nicht weit.

Das Gerätehaus wird etwas kleiner als sein Pendant in der Landsberger Straße – ein Zweckbau, sagt Lohde. Dazu kommen fünf bis zehn Dienstwohnungen. Sie sollen an Einsatzkräfte vermietet werden, die aktiv im Dienst sind. Auch bei der alten Wache gibt es solche Wohnungen, aber weniger. Das ist inzwischen beim Neubau so Usus. Der Vorteil: feuerwehrleute sind bei der Alarmierung schnell bereit zum Abrücken, vor allem in der Nacht.

Denn gerade dann ist es manchmal etwas eng. Dafür zahlen sie eine etwas günstigere Miete, nehmen den Lärm bei Übungen und anderen Aktionen in Kauf und stehen der Wehr verstärkt zur Verfügung. Jüngere Einsatzkräfte, aber auch Familien könnten davon profitieren, sagt Lohde. Interesse sei durchaus vorhanden, betont der Referent, der selbst in der Brucker Wehr aktiv ist. Und die Feuerwehr muss natürlich auch fleißig Nachwuchs werben, schließlich müssen dann zwei Wachen mit ausreichend Personal besetzt werden.

Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Nach dem Grundstückskauf muss nun erst einmal geplant werden. Da sind Gespräche mit Anwohnern nötig und auch eine alte Scheune muss abgerissen werden.

Lohde hofft, dass vieles von den Rathausmitarbeitern erledigt werden kann, um nicht unnötig Zeit zu verlieren. Auch eine verkürzte Ausschreibung wäre wünschenswert. Derzeit geht er von drei Jahren Planungs- und Bauzeit aus. Läuft alles nach Plan, könnte das zweite Gerätehaus Ende 2020 fertiggestellt sein. (Ingrid Zeilinger)

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