Bruck und die Metropolregion

Fürstenfeldbruck - Die Metropolregion München wächst. Damit steigt der Siedlungsdruck auch auf Fürstenfeldbruck. Doch die Stadt fordert, dass die Menschen nicht nur hier leben, sondern auch arbeiten.

In der Kreisstadt sei entsprechend Bauland verfügbar, um bis zum Jahr 2030 rund 3000 zusätzlichen Einwohnern Wohnraum zu bieten, berichtete Stadtbaumeister Martin Kornacher im Planungsausschuss. Bekanntlich setzt man in Fürstenfeldbruck dabei auf eine Innen- vor einer Außenentwicklung. Man gehe verantwortungsvoll mit dem Problem um, so der Experte. Der von der Landshauptstadt propagierten Tendenz „Wohnen im Umland, arbeiten in München“ steht er jedoch skeptisch gegenüber. „Hier sollten wir die Stimme erheben“, sagte er mit Blick auf die möglichen Konsequenzen, etwa bei der Entwicklung der Verkehrsströme. Zumal es inzwischen in Fürstenfeldbruck gelungen sei, die Pendlerströme umzudrehen. „Fürstenfeldbruck will mehr sein als eine Siedlung.“ Seiner Meinung nach sollte das gesamte Umland auf eine ausgewogene Wohn- und Arbeitssituation setzen.

Wenn die Metropolregion insgesamt in Zukunft funktionieren wolle, sollte über eine Verteilung der Arbeitssektoren nachgedacht werden. Die Überlegungen der Landeshauptstadt bezüglich der Siedlungsentwicklung in der Region kämen beinahe einer Rolle rückwärts gleich, meinte Ulrich Schmetz (SPD), der sich an vergleichbare Tendenzen in den 1970er-Jahren erinnert fühlte.

Heute gehörten Wohnen und Arbeiten jedoch zusammen. Es könne nicht sein, dass das Umland Wohnsiedlungen samt kostspieliger Infrastruktur bereitstelle, die lukrativen Erträge aus dem Gewerbe aber in der Kernstadt blieben. (sr)

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