AfD-Politiker abgewählt: Rechtsausschuss-Vorsitzender Brandner muss gehen

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In Bruck scheint der Solarenergie die Sonne

Fürstenfeldbruck - Während die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen (ABSI) die bundesweite Energiewende in Gefahr sieht, ist der Kreis Fürstenfeldbruck weiter auf einem guten Weg.

Das gesteckte Ziel, den Landkreis bis zum Jahr 2030 komplett mit Energie aus regenerativen Quellen zu versorgen, ist nach Ansicht der lokalen Agenda 21 erreichbar.

Das wurde beim mit 180 Teilnehmern sehr gut besuchten ABSI-Jahrestreffen im Landratsamt deutlich. In Bruck wurden demnach große Fortschritte auf dem Weg zur Energiewende erzielt, die jedoch den aktuellen von Wirtschaftsminister Philipp Rösler angestoßenen Debatten entgegen stehen. Der zweite Sprecher der ABSI und energiepolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, Hans-Josef Fell, sieht insbesondere den weiteren Ausbau der Photovoltaik gefährdet. Am Rande des ABSI-Treffens monierte er, dass die deutlichen Kostensenkungen beim Sonnenstrom verschwiegen würden.

Auch bei der Windkraft in Bayern stünden längst noch nicht alle Ampeln auf Grün, so ABSI-Sprecher Fell. Die Akzeptanz der Windräder müsse auf allen Ebenen noch weiter gefördert werden. Probleme, die Birgit Baindl, Agenda-Beauftragte des Landkreises, zumindest noch nicht kennt. „Die Windkraft scheint gut angenommen zu werden.“ Für eine endgültige Beurteilung will sie aber noch die Reaktionen der Bürger abwarten, sobald die erste Windkraftanlage steht. Generell fällt ihre Bilanz nach über zwölf Jahren Agenda-Arbeit für die Energiewende positiv aus.

Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung würden sehr gut angenommen. Auch bei der Photovoltaik, so Birgit Baindl, hat der Landkreis Fürstenfeldbruck bereits einen deutlichen Vorsprung vor dem Rest Deutschlands. Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bruck werden 20 Prozent des Stroms aus Sonnenenergie gewonnen. „Bundesweit liegt man hier gerade einmal bei vier Prozent.“

Vor allem das lokale Konzept der Bürgerbeteiligung sei aufgegangen, wie die vielen Bürgeranlagen auf diversen Dächern im Landkreis beweisen. Ziel ist es, den Strommix bis 2030 zu 40 Prozent aus Sonnenstrom zu bestreiten. Grundvoraussetzung hierfür sei, dass auch weiterhin eine Wende im Bewusstsein erreicht wird. Denn der Agenda 21-Vorsitzende Hans Aigner sagt zwar: „Die Energiewende ist im Bewusstsein der Bürger angekommen.“ Ein Grund, locker zu lassen, ist das für Baindl aber nicht: „Wir werden weiter an der Bewusstseinsbildung arbeiten, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, um die Sinne der nächsten Generation früh für die Thematik zu schärfen.“

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