Brucker (36) soll in großem Stil mit Drogen gehandelt haben

Fürstenfeldbruck - Ein Umzugsmonteur aus Bruck soll in großem Stil mit Drogen gehandelt haben. Jetzt stehen er und zwei seiner Freunde in München vor Gericht.

Kokain, Amphetamine und Haschisch: Drogen dieser Art soll der Monteur (36) seit 2008 verkauft haben. Mit ihm müssen sich auch zwei seiner Bekannten vor dem Landgericht verantworten. Ein angeblicher Komplize hat das Trio verpfiffen.

180 Gramm Haschisch, eine Glaspfeife (Bong), eine Schreckschusswaffe, einen selbstgebastelten Schlagstock, eine Menge kleine Plastiktütchen und Werkzeug zum Portionieren und Verpacken von Rauschgift: Das fanden die Polizisten, als sie im September die Wohnung des 36-Jährigen in Fürstenfeldbruck durchsuchten. Auf harte Drogen stießen die Beamten allerdings nicht.

Vor Gericht steht er mit Ausnahme des Haschischbesitzes nämlich nicht wegen aktueller Fälle, sondern wegen Verbrechen, die er in den Jahren 2008 und 2009 begangen haben soll.

Fünf Mal soll der Brucker über einen Hintermann aus Amsterdam Drogen nach München geschmuggelt haben. Die soll er dann im Landkreis und in München weiterverkauft haben. Im ersten Fall soll er für 8000 Euro zehn Kilo eines Amphetamingemischs, das als synthetische Droge konsumiert werden kann, gekauft haben. Zum Kilopreis von bis zu 5000 Euro soll er es weitervertrieben haben. Dann soll er auf das wertvollere Kokain umgestiegen sein. In vier Fällen soll er insgesamt über drei Kilo des Rauschgifts mit einem Verkaufswert von rund 200 000 Euro eingeschleust und unter die Leute gebracht haben.

Zwei Bekannte des 36-Jährigen, ein 34-jähriger arbeitsloser Automobilkaufmann und ein 51-jähriger Kraftfahrer aus Bruck, sollen ihm beim Transport beziehungsweise beim Vertrieb geholfen haben. Sie sind ebenfalls angeklagt.

Auf die Spur des angeblichen Drogentrios hatte ein Bekannter des 36-Jährigen die Polizei gestoßen. Er selbst wurde ebenfalls wegen Drogenhandels zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. In mehreren Verhören hatte der ehemalige Kumpel den Brucker schwer belastet.

Der 36-Jährige sei spielsüchtig und habe mit dem Rauschgifthandel seine Sucht finanziert. Haarklein erzählte der Ex-Kumpel den Beamten, wie er selbst dem Brucker bei dessen Drogenimport und -handel geholfen habe und was er sonst noch so über deren Aktivitäten in der Brucker Drogenszene wisse. Irgendwann sei es zum Zerwürfnis zwischen ihm und dem Brucker gekommen. Denn der habe ihm vorgeworfen, Kokain für sich selbst unterschlagen zu haben.

Wie verlässlich der Hauptbelastungszeuge ist, muss das Gericht klären. Einige seiner Angaben konnte die Polizei bestätigen, andere nicht, wie der Sachbearbeiter der Kripo Fürstenfeldbruck vor Gericht erklärte. Der Zeuge soll am zweiten Verhandlungstag am morgigen Freitag aussagen.(mb)

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