Brucker hilft Taifun-Opfern auf den Philippinen

Fürstenfeldbruck - Der Taifun Haiyan hat die Philippinen schwer getroffen. Der Brucker Stefan Herla (51) war dort, um für die Hilfsorganisation „Humedica“ die Menschen in Tacloban zu unterstützen.

Ganze Landstriche gleichen nach dem Taifun Trümmerfeldern. Riesigen Trümmerfeldern. „Die Menschen dort leben von der Palm-Industrie, von Reisfeldern oder vom Fischfang“, erzählt der 51-Jährige. „Innerhalb weniger Minuten hat der Taifun Haiyan alle Lebensgrundlagen zerstört.“ Die Palmplantagen werden nach dem verheerenden Wirbelsturm acht bis neun Jahre brauchen, bis sie wieder Erträge liefern. Die Reisfelder benötigen laut Herla rund zwei bis drei Jahre, bis sie sich von den Salzwassereinspülungen der Flutwellen erholt haben. Fischerboote wurden zerstört, auch der Tourismus ist stark beeinträchtigt.

„Die Überlebenden, verletzte und kranke Menschen schlafen auf Trümmern in Dreck und Schlamm, inmitten zahlreicher Leichen“, beschreibt Stefan Herla das Bild des Schreckens. Der Geruch, der sich bei Temperaturen um die 30 Grad verbreitet, ist unbeschreiblich.

Stefan Herla koordinierte drei Wochen Medikamentenlieferungen, Transporte, Flüge, Lebensmittel. Mit 20 weiteren Helfern hat er Quartier nahe der zu zwei Dritteln zerstörten Klinik „Mother of Mercy Hospital“ bezogen. „Dort betreuten wir täglich zwischen 200 und 300 Patienten.“ Ein Teil des Teams war im Radius von rund 150 Kilometern mobil im Einsatz. Die Menschen konnten oft gar nicht sehen, wo sie eigentlich hinfahren, so dicht war der Rauch und Qualm.

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