Regionaler Online-Handel

Das Brucker Netz vernetzt sich weiter

Fürstenfeldbruck – Rund 100 Tage sind vergangen, seit das „Brucker Netz“ mit dem Ziel regionaler Waren-Vermarktung online gegangen ist. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

„Unterm Strich sind wir zufrieden“, sagt Piraten-Stadtrat Andreas Ströhle auf Anfrage. Er hat das Brucker Netz, mit dem sich Kunden Waren bei regionalen Anbietern bestellen und nach Hause liefern lassen können, mit Partnern aus der Taufe gehoben – also praktisch den Versuch eines regionalen Amazons ins Leben gerufen.

Die Zahl der Firmenpartner auf der Brucker-Netz-Homepage sei seit dem Start um 30 Prozent auf aktuell über 90 angewachsen. Allerdings habe es am Anfang einige Probleme bei der Technik auf der Homepage gegeben. „Wir hatten nicht überall die notwendigen Erfahrungswerte“, räumt Ströhle ein. Diese Probleme seien aber weitgehend im Griff.

Andreas Ströhle hat das Brucker Netz mit begründet.

Die Zahl der Bestellungen beim Brucker Netz habe keinen dreistelligen Wert erreicht, sagt Ströhle. Möglicherweise sei die lokale Fahrrad-Zustellung zunächst zu stark beworben worden – dabei liefere das Brucker Netz ja nicht nur in Bruck, sondern landkreis- und via Versand bundesweit aus.

Wer in Bruck oder Emmering wohnt, und bis 12 Uhr mittags bestellt hat, kann mit der Lieferung noch am selben Tag rechnen – und zwar hier wirklich mit dem Fahrrad, solange keine extremen Witterungsverhältnisse herrschen.

Ströhle zählt derzeit in der Woche um die 500 unterschiedliche Nutzer auf der Homepage – das ist wesentlich mehr als die Zahl der Leute, die dann wirklich etwas bestellen. „Die Leute informieren sich auf unserem Netzwerk und fahren dann selbst zum Geschäft“, interpretiert Ströhle diese Tatsache.

Der Stadtrat hat wirklich Waren selbst mit dem Radl zugestellt, wie er außerdem berichtet. Gleich bei der ersten Fahrt kam er in den Regen und einmal entschloss er sich, die bei einer absolut namhaften Brucker Firma bestellte Fußcreme mit dem Radl nach Alling-Biburg zu transportieren – Stichwort Engelsberg. Ströhle schmunzelt: „Das mach ich nicht mehr.“

Insgesamt gilt für das Brucker Netz: Es soll sich weiterentwickeln. Die Lieferung soll billiger werden, die Zustellung am selben Tag im Landkreis soll irgendwann verbindlich möglich sein. Ströhle betont: Mit den großen Online-Versandhändlern ist die Gewerbesteuer komplett raus aus dem Ort. Vom regionalem Handel dagegen profitierten die Kommunen und damit die Region. Im Internet: www.brucker-netz.de (st)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Martin Runge sucht neue Herausforderung
Er ist der externe Kandidat: Der amtierende Gröbenzeller Vize-Bürgermeister Martin Runge (59) will für BBV und Grüne den Brucker Rathaussessel erobern. Darin, dass er …
Martin Runge sucht neue Herausforderung
Diebe stehlen schweren Sühnestein
Erst vor wenigen Tagen haben wir die vier Sühnezeichen der Künstlerin Ingrid Wuttke vorgestellt, die im Stadtgebiet Germering in allen vier Himmelsrichtungen stehen. Der …
Diebe stehlen schweren Sühnestein
Auffahr-Unfall bei Aich
Auf Höhe Aich sind am Mittwochnachmittag mehrere Autos zusammengestoßen. Die Straße musste kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden.
Auffahr-Unfall bei Aich
Beinahe-Crash auf B 2
Ein unbekannter Autofahrer ist am Dienstag um 20.30 Uhr laut Polizei auf haarsträubende Art von der Eichenauer Straße auf die B 2 Richtung Germering bei Puchheim-Ort …
Beinahe-Crash auf B 2

Kommentare