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Bei der Sicherheitskontrolle riss ein Brucker einen schlechten Witz: Er habe Sprengstoff an seinem Gürtel, sagte er.

"Ich habe Sprengstoff dabei"

Brucker reißt Sprengstoff-Witz am Flughafen

Fürstenfeldbruck/Erding -  „Ich habe Sprengstoff dabei.“ Diesen Witz riss ein Brucker an der Flughafen-Kontrolle. Er dürfte ihn inzwischen bitter bereuen.

Er wollte nach Helsinki fliegen, doch davor erlaubte sich ein 51-Jähriger noch einen ganz blöden Scherz. Der Mann sollte an der Passagierkontrolle des Münchner Flughafens seinen Gürtel ablegen. Diesen wollten die Mitarbeiter wegen der dicken Schnalle zusammen mit seinem Handgepäck durch das Röntgengerät schicken. „Da hab’ ich Sprengstoff drin“, antwortete der Brucker dem Personal.

Der zuständige Mitarbeiter wurde hellhörig, gab dem Mann aber noch eine zweite Chance und fragte nach: „Was haben Sie?“ Doch der Brucker löste den Scherz nicht auf, sondern blieb dabei: Er transportiere Sprengstoff in seinem Gürtel. „Auch wenn Humor im Leben wichtig ist, an dieser Stelle verstehen unsere Mitarbeiter keinen Spaß“, sagt Josef Bichlmeier, Sprecher der Münchner Flughafenpolizei. „Eine solche Drohung müssen wir zum Schutze aller ernst nehmen. “

Das taten die Kontrolleure dann auch. Sie riefen ihre Kollegen von der Polizei, die nach wenigen Minuten an der Passagierkontrolle ankamen. Die Beamten nahmen die Personalien des Mannes auf und befragten ihn noch einmal. Da bekam der Brucker doch kalte Füße: Er gestand seinen Fehler ein.

Trotzdem wird er nicht ungeschoren davon kommen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens. Weiter musste der 51-Jährige aber nicht für seinen Scherz büßen. Weil er sich einsichtig zeigte, dufte er seinen Flug nach Helsinki antreten.

„Wenn jemand auch gegenüber der Polizei pöbelt, muss er aber am Boden bleiben“, erklärt Bichlmeier. Denn die anderen Fluggäste würden verunsichert, wenn sie etwa mitbekämen, wie sich ihr eventueller Sitznachbar mit der Polizei streitet. „Die Fluggesellschaften lassen niemanden einsteigen, der sich schon vor dem Abflug aufführt.“ Denn auch ihr Personal bekommt solche Streitigkeiten mit.

Etwa zwei- bis dreimal im Monat bekommen die Flughafen-Mitarbeiter diese Sorte von fragwürdigen Scherzen zu hören. Viele der Reisenden sind laut Flughafenpolizei-Sprecher Bichlmeier verärgert über die Kontrollen. Andere denken einfach, es sei witzig. „Manche wollen aber auch einfach vor ihren Kollegen prahlen.“ Überwiegend handle es sich bei den selbsternannten Gaudiburschen um Männer. (vu)

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