Hammer: Tuchel bald Trainer in England?

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Offener Kragen oder Schlips? Das können (v.l.) Wolfram Dörr, Tobias Huber und Nico Grunewald jetzt jeden Tag ganz individuell selbst entscheiden. foto: weber

Mehr Lässigkeit

Brucker Sparkasse kippt Krawattenzwang - Vorbild für andere Filialen?

Fürstenfeldbruck – In der Brucker Sparkasse geht es etwas lässiger zu als früher – zumindest was die Kleiderordnung angeht. Der Krawattenzwang wurde abgeschafft. Damit gehören die Banker von der Amper zu den Pionieren in Sachen Halsfreiheit. Der Seriosität tut das keinen Abbruch, sagen sie.

 Wenn es um die Kleiderordnung geht, herrscht in Banken traditionell ein strenges Regiment. Doch bei der Sparkasse will man mit der Zeit gehen. „Es findet ein gesellschaftlicher Wandel statt“, sagt Sparkassensprecher Dirk Hoogen. Und damit gehen neue Mode-Gewohnheiten einher. Während es etwa vor zehn Jahren für Politiker undenkbar gewesen sei, ohne Krawatte zu erscheinen, würden auch diese mittlerweile gelegentlich den Schlips weglassen. „Unsere Mitarbeiter können nun ebenfalls individuell entscheiden.“

Die neue Regel gilt seit Anfang Oktober. Kundenberater Wolfram Dörr hat die neue Kragenfreiheit gleich ausprobiert. „Es ist ein gutes Gefühl ohne Krawatte, so luftig“, sagt der 30-Jährige schmunzelnd. Kollege Tobias Huber ist diesem Beispiel gefolgt. „Ich dachte, dass viele Mitarbeiter auf eine Krawatte verzichten werden“, sagt Huber. „Damit es nicht komisch aussieht, wenn manche Kollegen eine tragen und andere nicht, habe ich sie sofort weggelassen.“

Doch tatsächlich bietet sich derzeit ein gemischtes Bild. Nicht alle wollen auf den gewohnten Schlips verzichten. Nico Grunewald beispielsweise ist großer Fan der Krawatte. „So gefällt es mir besser und es sieht schöner aus“, erklärt der 20 Jahre alte Kundenbetreuer. Bereits während seiner Ausbildung in der Brucker Bank hat er sie gern getragen.

Gestört hat der Schlips auch Tobias Huber nie. „Ich bin stolz darauf, diese Art Arbeitsuniform zu tragen.“ Doch dank der neuen Regelung könne er an Tagen, an denen er etwa wenig Kundenkontakt habe, legerere Kleidung wählen. „Bei wichtigen Anlässen wie Terminen mit Geschäftskunden oder Konferenzen trage ich die Krawatte nach wie vor.“

Auf die Idee, die Krawattenpflicht in Bruck abzuschaffen, kam Vorstandschef Klaus Knörr durch die Hamburger Sparkasse. „Eine Umfrage dort hat ergeben, dass 80 Prozent der Kunden die Krawatte als nicht so wichtig empfinden“, erklärt Sprecher Hoogen. Auf die neue Regel angesprochen worden seien die Brucker Banker bisher nur von Firmenkunden. „Und bei denen kommt das durchaus gut an.“

Völlig lässig geht es bei der Sparkasse kleidungsmäßig übrigens auch künftig nicht zu. Hemd und Anzug bleiben Pflicht. Am Hemd darf lediglich der oberste Knopf geöffnet sein. Kurze Ärmel sind erlaubt. Aber darüber muss ein langärmeliges Jackett getragen werden. Wer sich nicht entsprechend anzieht, wird wieder heimgeschickt. „Aber das kam noch nie vor“, erklärt Hoogen. Er selbst wird auch je nach Terminlage entscheiden, was er aus dem Schrank holt. Bei Kolleginnen sind die Bestimmungen übrigens etwas weiter gefasst, Blazer sind jedoch auch für sie bei der Sparkasse Pflicht. 

rm

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