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Der Strom wird teurer: Ab 1. Januar 2017 müssen die Landkreis-Bürger tiefer in die Tasche greifen.

Ab 2017

Brucker Stadtwerke erhöhen Strompreis

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Landkreis - Der Strom im Landkreis wird ab 2017 teurer. Kunden der Brucker Stadtwerke, der Komm-Energie und von Strom Germering müssen mehr zahlen. Die Ursachen dafür sind vielfältig, wie ein Vertreter der Brucker Stadtwerke erklärt.

33 Euro mehr im Jahr müssen Stadtwerke-Kunden ab 1. Januar 2017 für Strom zahlen. Bei einer jüngst veröffentlichten Studie des Verbraucherportals Check 24 landet das Unternehmen mit einer Erhöhung von 3,9 Prozent deutschlandweit auf Platz zwölf der überprüften Stromanbieter mit dem größten Preissprung.

Die Stadtwerke rechnen die Erhöhung auf einen Durchschnittsverbrauch von 3000 Kilowattstunden pro Jahr. Das sind 2,75 Euro im Monat. Pro Kilowattstunde im allgemeinen Tarif werden brutto 1,11 Cent mehr fällig, für den FFBest-Strom sind es 1,10 Cent. Auch die anderen Landkreis-Stromlieferanten müssen die Preise erhöhen.

Die Ursachen für die Preiserhöhung sind mehrschichtig, wie Andreas Wohlmann, Prokurist bei den Stadtwerken, erklärt. Einerseits seien die gesetzlichen Abgaben und Umlagen in Summe um 0,467 Cent pro Kilowattstunde plus Mehrwertsteuer gestiegen. Dazu gehört auch die EEG-Umlage, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben ist und die die Vergütung für Naturstrom-Anlagen garantiert.

„Doch diese Erhöhung lässt sich ausgleichen“, sagt Wohlmann. Denn dadurch, dass es mittlerweile viele Anlagen gibt, die Öko-Strom produzieren, sind auch die Einkaufspreise an der Börse gesunken. Sprich: Die Stadtwerke kaufen die (nachhaltige) Energie heute günstiger ein wie früher. „Diesen geringeren Preis geben wir vollumfänglich an unsere Kunden weiter“, sagt der Experte von den Stadtwerken.

Eine Ursache: Der Ausbau der erneuerbaren Energien

Letztlich steige der Strompreis vor allem, weil das so genannteNetzentgeld ansteigt. Dabei handelt es sich um die Gebühren, die alle Lieferanten – also auch KommEnergie und die Strom Germering – abgeben müssen, um die Stromnetze, über die die Energie von den Kraftwerken zu den Kunden gelangt, nutzen zu können.

Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass aufgrund des starken Wachstums der erneuerbaren Energien vor allem im Norden Deutschlands die Netze massiv aus- und umgebaut werden müssen. Insbesondere die Preiserhöhung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT wirke sich auf die nachgelagerten Netze wie das des Bayernwerks und schließlich das der Stadtwerke Fürstenfeldbruck aus, so Wohlmann. „In unserem Gebiet steigt das Netzentgelt um 0,93 Cent pro Kilowattstunde, das sind 1,11 Cent brutto.“ Wohlmann sagt: „Das können wir nicht mehr kompensieren.“

Die Stadtwerke betreiben Stromnetze in einem Areal, das im Westen bis Kaltenberg reicht, im Osten bis Fürstenfeldbruck, im Norden bis Hörbach und im Süden bis zum Wörthsee. Momentan verteilen die Mitarbeiter Informationszettel im gesamten Landkreis. „Wir wollen unseren Kunden genau erklären, wie es zu der Erhöhung kam“, so Wohlmann.

Stadtwerke intern

Die Brucker Stadtwerke haben umstrukturiert. Das teilt Geschäftsführer Enno W. Steffens mit. Der Führungsriege gehören neben Volker Siegel (Prokurist/Leitung kaufmännischer Service) und Andreas Wohlmann (Prokurist/Leiter Vertrieb) nun auch Stilieani Bardelle (Leiterin Shared Service), Andrea Hintermeier (Leiterin Amperoase), Michael Manhardt (Leiter Stromnetze) und Christian Wiegner (Leiter Erzeugung/Rohrnetze) an. 

Der bisherige technische Bereichsleiter Franz Hochstatter ist im Ruhestand. Seine Funktion als Prokurist übernimmt Christian Wiegner. 

Zusätzlich machen die Stadtwerke eine weitere Neuerung publik: Die Gemeinde Wörthsee (Kreis Starnberg) hat das Unternehmen mit Wartung und Unterhalt der Straßenbeleuchtung beauftragt. Diese Woche haben Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal und Michael Manhardt von den Stadtwerken die Verträge unterzeichnet. 

Insgesamt ist die Brucker GmbH nun für 681 Lampen zuständig. Bereits im Januar haben die Stadtwerke den Betrieb des Stromnetzes in der Gemeinde Wörthsee übernommen.

Andere Anbieter

Bei der Eichenauer KommEnergie müssen die meisten Kunden für die Grundversorgung ab 1. Januar 2017 etwa 32 Euro mehr im Jahr berappen. Geschäftsführer Alois Krammer rechnet mit einem Durchschnittsverbrauch von 2000 Kilowattstunden im Jahr. 

Peter Schichl, Geschäftsführer der Firma Strom Germering, berichtet ebenfalls über eine Preiserhöhung. In Germering rechnet man mit 2800 Kilowattstunden, die die Kunden pro Jahr verbrauchen. „Monatlich ergibt das 4,21 Euro mehr“, erklärt Schichl.

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