Mutterbach

Brücke im Notfall zu eng

Grafrath – Die Brücke über den Mutterbach an der Einmündung in die Amper muss verbreitert werden. Das fordert die Feuerwehr, die das Bauwerk bei Rettungseinsätzen auf dem Gewässer mit einem Boot überqueren muss. Der Bauausschuss der Gemeinde Grafrath stellte nun 25 000 Euro für einen entsprechenden Umbau bereit.

Dreimal war die Feuerwehr im vergangenen Jahr auf der Amper im Rettungseinsatz. Da die Einsatzkräfte mit dem Boot die Sohlschwelle flussaufwärts nicht überqueren können, muss das Boot dahinter ins Wasser gelassen werden. Derzeit muss das Boot von acht Mann getragen oder mit einem Trailer an die entsprechende Stelle gefahren werden, wie Feuerwehrmitglied und CSU-Rat Benedikt Fischer erläuterte. Das Problem: Die Brücke über den Mutterbach ist zu schmal. Außerdem ist das zulässige Gewicht beschränkt.

Eine von Martin Söltl (BfG) vorgeschlagene Anfahrt der Amper von Seiten der Rassokirche ist laut Fischer kaum machbar, da der dortige Weg nicht für ein schweres Einsatzfahrzeug ausgelegt sei. Außerdem, so der parteifreie Bürgermeister Markus Kennerknecht: „Der Weg führt durch ein Landschaftsschutzgebiet.“

Fischer kann sich eine relativ kostengünstige Lösung mit einem umklappbaren Geländer vorstellen. „Dann könnte man zwei Bretter daneben legen, über die man gehen kann, und hätte genügend Platz.“ Während Kennerknecht dafür Vorplanungen anstellen wollte, um die Kosten zu eruieren, war sich Peter Kaifler (Grüne) sicher, dass 25 000 Euro ausreichen würden. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss gegen die Stimmen von Söltl und Burkhard von Hoyer.

Außerdem regte Riepl-Bauer an, einen Zuschuss von der Regierung zu fordern. Die sei durch den Bau der Sohlschwelle zur Wiedervernässung des Ampermooses schließlich mit dafür verantwortlich, dass die Brücke verbreitert werden muss. (ad)

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