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Im Grafrather Rathaus geht's um's Geld.

Es geht um's Geld

Bürgermeister platzt der Kragen

Grafrath – In der Diskussion um die Mehrkosten eines hauptamtlichen Bürgermeisters ist Markus Kennerknecht in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Kragen geplatzt. Grund ist ein Leserbrief Burkhard von Hoyers (Bürger für Grafrath/BfG), in dem dieser suggeriert habe, durch den hauptamtlichen Bürgermeister würden jährliche Mehrkosten von 300 000 Euro verursacht.

Der BfG-Rat ist als Verfechter eines ehrenamtlichen Rathauschefs bekannt. Konkrete Gehaltszahlen wollte Kennerknecht „mit Rücksicht auch auf meine Frau“ zwar nicht vorlegen. Derzeit würde er im Jahr aber weniger als 90 000 Euro verdienen – inklusive eines von ihm offengelegten Familienzuschlags in Höhe von monatlich rund 676 Euro.

Differenz von rund 25 000 Euro pro Jahr

Ein ehrenamtlicher Rathauschef würde monatlich 4000 Euro zuzüglich eines Ehrensolds bekommen, also insgesamt rund 6000 Euro. Nach Tagblatt-Informationen beträgt die Differenz zwischen dem Verdienst eines haupt- und eines ehrenamtlichen Bürgemeisters nicht ganz 25 000 Euro im Jahr.

Die von den BfG kolportierten 300 000 Euro an Mehrkosten für die Verwaltung sind laut Kennerknecht unter anderem auch durch eine Anpassung des Ehrensolds für seine Vorgänger zustande gekommen. Diese sei erst während seiner Amtszeit erfolgt, weil es zuvor versäumt worden war. „Ob dieses Versäumnis mir anzulasten ist, da kann sich jeder selbst ein Bild machen“, sagte Markus Kennerknecht.

Man könne ihn immer sachlich kritisieren, betonte der Gemeindechef in der Sitzung. „Aber wenn Zahlen genannt werden, sollten diese auch richtig sein.“ Gegen falsche Behauptungen müsse er sich wehren. 

Andreas Daschner

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