Bürgermeisterwahl: Kandidatin der Linken wird nicht zugelassen

Eichenau - Der Kampf ums Bürgermeisteramt am 20. Juni wird lediglich zwischen Amtsinhaber Hubert Jung (CSU) und Angela Heilmeier (Freie Wähler) ausgefochten.

Der Wahlausschuss der Gemeinde hat jetzt entschieden, aus formalen Gründen den Wahlvorschlag der Linken nicht zuzulassen. Damit ist für deren Kandidatin Andrea Wicke aus Germering der Wahlkampf bereits vorbei, ehe er richtig begonnen hat.

Entscheidend war, dass in der Aufstellungsversammlung für Wicke, die in Germering stattfand, keine Eichenauer Bürger anwesend waren. Wie der Leiter der allgemeinen Verwaltung im Eichenauer Rathaus, Klaus Hinkel, erklärt, könnten Wahlversammlungen prinzipiell auch außerhalb der Kommune abgehalten werden, wo die eigentliche Wahl stattfindet. Es müssten allerdings mindestens drei Bürger der entsprechenden Gemeinde anwesend sein. Dies müsse auch in den Wahlunterlagen dokumentiert sein. Ist dies nicht der Fall, sei dies ein gravierender Mangel.

Laut Wahlleiterin Gabriele Riehl (SPD) seien alle Bewerber über die Formalien informiert worden. Zudem habe im Rathaus auch noch einmal ein erläuterndes Gespräch mit Vertretern der Linken stattgefunden. Rein formal könnte die Linke noch bis kommenden Dienstag, an dem der Wahlausschuss ein letztes Mal für der Wahl am 20. Juni tagt, Widerspruch einlegen.

Die Kandidatur Wickes war vom Kreisverband der Linken lediglich auf deren Internetseite bekanntgegeben worden. Zudem war Wicke in Eichenau noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten.

Eine Formalie im Wahlausschuss war die Nichtzulassung von SPD-Bewerberin Martina Meusel. Diese hatte Ende April über den Ortsverein ihren Rückzug von der Kandidatur bekannt gegeben- und zwar aus gesundheitlichen Gründen. (hk)

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