Bürgerversammlung: Gute Noten für Sicherheit und Asylhelfer

Eichenau - Die Starzelbachmeinde ist ein sicherer Ort, der auch kaum Probleme mit Asyslbewerbern hat. Doch an einigen Stellen könnte er sauberer sein.

Dieses Fazit lässt sich nach der letzten Bürgerversammlung des scheidenden Rathauschefs Hubert Jung ziehen. „Im nächsten Jahr wird Sie hier ein neuer Mann begrüßen,“ meinte er. „So gesehen, ist es ein komisches Gefühl, diese Bürgerversammlung zu beschließen“, sagte Jung zum Abschluss. Die noch verbleibenden viereinhalb Monate seiner offiziellen Amtszeit werde er aber mit genauso viel Freude bestreiten wie die 18 Jahre zuvor.

Die anwesenden Bürger monierten im Wesentlichen Kleinigkeiten. Bereits im zweiten Jahr sei das Ramadama ausgefallen, merkte Jakob Stemp vom Fischerverein an. Er wies auf Hundebesitzer hin, die die Hinterlassenschaften zwar in Tüten einsammelten, aber mitunter entlang des Starzelbachufers entsorgten. „Am Wochenende haben wir etliche eingesammelt“, berichtete Stemp über die Säuberungsaktion, die der Verein jährlich in Eigeninitiative durchführt.

Jung erwiderte, dass das Ramadama nicht mehr durchgeführt worden sei, weil sich kaum Bürger zum Mitmachen bereit erklären. Allerdings habe der Bauhof nach seiner Kenntnis die Müllproblematik gut im Griff.

„Sie leben in einer sicheren Gemeinde“, sagte Hartwin Lang, Leiter der Polizeiinspektion Olching, zu den anwesenden Eichenauern. In vielen Bereichen sei 2015 ein Rückgang an Straftaten zu verzeichnen gewesen – beispielsweise bei den Wohnungseinbrüchen, bei den Radunfällen und bei den Alkoholfahrten. Auch in Sachen Kriminalität durch Asylbewerber gab Lang Entwarnung. Er berichtete von sieben Delikten innerhalb des Jahres 2015. „Das ist zu vernachlässigen. Diese Bilanz sei unter anderem auf die Arbeit der Asylhelfer zurückzuführen. „Sie nehmen uns und der Gemeinde viel Arbeit ab.“

Mehr Stress hat die Olchinger Polizeiinspektion dagegen mit Graffitis, deren Zahl Lang als sehr bedrückend bezeichnete. Selbst eine Kampagne in den Medien habe daran nichts geändert. So musste Lang in dieser Beziehung gegenüber den Anwesenden eingestehen: „Leider waren wir da nicht erfolgreich.“ Man werde aber die Szene weiter beobachten.

Neu ausgebaute Straßen und Schäden, das passte für Erich Fehrer nicht zusammen. „Da bilden sich an vielen Stellen schon wieder Längsrisse, in denen sich Wasser sammelt“, informiere er. Die Gemeinde sagte eine Überprüfung zu. 

Hans Kürzl

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