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Michael Schrodi

Vor der Wahl 2017

Bundestag: Schrodis Chancen wachsen

Fürstenfeldbruck - Der Fürstenfeldbrucker SPD-Kreischef Michael Schrodi hat offenbar gute Aussichten, an Stelle von Klaus Barthel in den nächsten Bundestag ein zu ziehen.

Der  Gymnasiallehrer hatte bei der letzten Wahl 2013 den Einzug in den Bundestag nur knapp verpasst. Er ist derzeit erster Nachrücker. Eine bessere Chance für ihn gibt es nun, nachdem der Parteilinke Barthel aus Kochel vergangene Woche angekündigt hatte, sich nach 24 Jahren im Bundestag zur nächsten Wahl im Jahr 2017 nicht erneut aufstellen zu lassen. Schrodi strebt Platz 3 auf der Oberbayern-Liste an, wie er gegenüber dem Tagblatt bestätigte.

Die Oberbayern-Reihung sei wichtig, da sie in die Landesliste einfließe. Letztlich aber, so Schrodi, sei die Entscheidung natürlich Sache der Partei. Insgesamt stellt die Bayern-SPD derzeit 22 Abgeordnete in Berlin, davon kommen zwei aus München und drei aus Oberbayern-Land. Zunächst wird am 14. Oktober der Bezirksvorstand der Oberbayern-SPD eine Vorschlagsliste beschließen, die einen Tag später durch die Bezirkskonferenz der oberbayerische Genossen aber noch abgeändert werden kann.

Klaus Barthel hatte zuletzt den zweiten Platz auf der Oberbayern-Liste. Als gesetzt gelten die amtierenden Abgeordneten. Schrodi betonte bei einer Versammlung in Fürstenfeldbruck, dass die SPD in den gut 15 Monaten bis zur Wahl ihr sozialdemokratisches Profil wieder schärfen müsse. Angesichts der Spreizung der Einkommen sei die Frage der Verteilungsgerechtigkeit von großer Bedeutung. Die daraus folgende soziale Ungleichheit fördere „faschistische Entwicklungen“ wie NPD und AfD, die Schrodi bewusst in einem Zusammenhang nannte. „Wir brauchen einen starken Staat. Denn einen schwachen Staat können sich nur die Reichen leisten“, so Schrodi, der für eine Mehrheit jenseits der Union wirbt und bei den Brucker Genossen damit offene Türen einrannte.

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