Wegen des unsicheren Wetters blieben Plätze leer. Die, die blieben, feierten eisern. foto: tb

Burschen ziehen Seefest trotz Gewitter durch

Germering - Unterpfaffenhofens Burschen sind harte Jungs - und ihre Gäste hart im Nehmen. Trotz Blitz, Donner und Regen wurde das Seefest nicht abgesagt.

„Wir haben nur eine Stunde früher aufgehört“, sagt Tobias Rasch vom Burschen-Vorstand. Gegen halb 1 Uhr nachts habe es eine erneute Unwetterwarnung gegeben. „Die hat sich zwar dann verzogen, aber wir haben uns mit der Band abgesprochen, doch aufzuhören.“

Gut vier Stunden vorher bewiesen die Burschen jedoch Kampfgeist. Viele Gäste waren mit Jacken und Schirmen gekommen und zeigten den Veranstaltern: Wir feiern hier, egal was es für ein Wetter gibt. Knapp 1000 Gäste amüsierten sich trotz teils heftigem Regen zumindest einen Teil des Abends weiter.

Der Platz um die Bar habe sich zum Zentrum der guten Laune entwickelt. „Bei den Getränken haben wir es jedenfalls kaum gemerkt, dass es geregnet hat.“ Die größte Sorge war, dass die Planen über der Bar die Wassermassen nicht mehr halten und der Aufbau in sich zusammenbrechen könnte. „Wir haben immer wieder kräftig angepackt, damit wir das Wasser herunterbringen.“

Trotzdem blieben finanzielle Einbußen. Bei normalem Wetter kommen viermal so viele Besucher zum Seefest, für das die Burschen sieben Euro Eintritt verlangen. „So eine Veranstaltung im Freien ist immer ein Risiko“, sagt Rasch. Deshalb habe man das Fest trotz mieser Prognosen durchgezogen. „Wir haben ein wenig gehofft, dass die Vorhersagen nicht so ganz eintreffen.“ Umso mehr freute man sich bei den Burschen über das Durchhaltevermögen der Gäste. „Das war stark. Dafür bedanken wir uns narrisch.“ Nach Mitternacht seien es immer noch knapp 100 Feiernde gewesen.

Über die sozialen Netzwerke versuchten die Burschen, die Gäste zu informieren. Bei der letzten Nachricht um 18 Uhr sah es noch so aus, als bleibe es weitgehend trocken, so Rasch. Deshalb habe man nicht mehr gepostet. „Anfragen haben wir aber beantwortet.“

Ausweichtermin war der 2. August. Aber das wäre mit viel Organisationsaufwand verbunden gewesen. Zum letzten Mal war das Germeringer Seefest im Jahr 2005 abgesagt worden. Weil selbst zu den Ausweichterminen schlechtes Wetter herrschte, führten die Burschen die Vorsilvesterparty vor der Stadthalle ein. So sollte der finanzielle Verlust in Grenzen gehalten werden. (hk)

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