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Die Linienbusse werden bald aus den Garagen an der Mühlfeldstraße verschwunden sein. 

Neues Gelände

Bus-Unternehmen zieht um

Das Busunternehmen Enders will sein Betriebsgelände verlagern – von der Mühlfeldstraße im Herzen der Stadt raus an den Stadteingang zur B 2 und B 471 im Norden. Die Stadt signalisiert ihr Entgegenkommen.

Fürstenfeldbruck Bei der Verlagerung geht es nur um den Linienbusbetrieb. Diese Sparte macht allerdings den Großteil der Firmengeschäfte aus. Die Enders-Flotte besteht aus 26 Linien- und sechs Reisebussen. Ab Ende 2017 kommen dann nochmal vier Linienbusse für die MVV-Linie 820 (Fürstenfeldbruck-Seefeld) dazu. Die Reisebusse dagegen machen nur noch fünf Prozent der gesamt gefahrenen Kilometer aus.

Grund für den Umzugswunsch sind die Einschränkungen am alten Standort: Der bisherige Betriebshof in der Mühlfeldstraße liegt mittlerweile mitten in einem Wohngebiet. Dort hatte sich die 1933 in Hirschberg an der Saale gegründete Firma nach der Flucht aus der DDR 1950 angesiedelt. Um in der Gegenwart weiter arbeiten zu können, wird ein Ausweichgrundstück an der Ecke Augsburger/Wilhelm-Busch-Straße beim B2-Kreisel am nordwestlichen Stadteingang schon seit zwei Jahren als Abstellplatz für die Busse benutzt.

An der Mühlfeldstraße ist es einfach zu eng geworden. Zum Tanken, Waschen und für Wartungsarbeiten müssen die Fahrzeuge aber immer noch dorthin einrücken. Auch das Büro und die Räume für die 65 Mitarbeiter befinden sich in der Stadtmitte. Um „besser zu arbeiten“ und den Nachbarn ein „weniger belastetes Wohnen“ zu ermöglichen, will Enders deswegen nun den großen Wurf wagen. An der Augsburger Straße sollen zwei Abstellhallen, Werkstatt, Waschstraße, Tankstelle und Bürogebäude errichtet werden. Dafür gibt es Fördermittel des Bundes und des Freistaates. Die Sparte Reisebusse bleibt dagegen vorerst am alten Standort. Ob sie weitergeführt wird, ist unklar. Falls Ja, könnte auch die Reisesparte an der Augsburger Straße angesiedelt werden. Ein solch vollständiger Umzug sei derzeit aber noch in ferner Zukunft.

Für die Stadträte im Planungs- und Bauausschuss ist die Verlagerung ein grundsätzlich begrüßenswerter Schritt. Einstimmig wurde beschlossen, einen Bebauungsplan für das entsprechende Gelände in Angriff zu nehmen. Für die Zukunft sieht Uli Schmetz (SPD) aber noch Diskussionsbedarf, denn die ersten Skizzen überzeugten ihn nicht: „Eine Visitenkarte erster Ordnung wird das nicht.“ Die mittlerweile parteifreie Umweltreferentin Alexa Zierl regte an, eine Photovoltaik-Anlage und eine Dachbegrünung bei dem Bau zu integrieren. Das hat die Firma aber ohnehin schon angekündigt. Markus Droth (CSU) sagte, man solle das Unternehmen das ganze Projekt erst einmal auf den Weg bringen lassen: „Lassen wir sie doch erst einmal planen.“ Das Bauvorhaben soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. (fd)

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