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Steigen derzeit oft ins Mama-Taxi: (vorne v.l.) Elisabeth Merkl, Viktoria und Lucia Schilling, Leonie und Anna Ehren-Schwendtner, Magnus Steiner, (hinten v.l.) Renate Schilling, Sabine Ehren-Schwendtner, Monika und Andreas Merkl. 

Schulweg dauert viel zu lange

Ärgerlicher Kuddelmuddel im Busfahrplan

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Landkreis - Die Änderung des Busfahrplans sorgt bei Eltern aus dem Westen des Landkreises für Ärger. Einige Maisacher Realschüler werden momentan von Müttern und Vätern nach Unterrichtsschluss mit dem Auto nach Hause gebracht.

Sie würden sonst mehr als eine Stunde für den Nachhauseweg brauchen.

Sabine Ehrenschwendtner hat vor einigen Tagen zusätzliche Sitze für ihren VW-Bus bestellt. „Dann kann ich noch zwei Kinder mehr von der Schule nach Hause mitnehmen“, sagt die Mutter aus Nassenhausen. Ihre Tochter Leoni (12) besucht die Realschule in Maisach. Bisher fuhr sie nach Unterrichtsende um 13.05 Uhr mit dem Bus zum Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck. Dort stieg sie in den 847er um. Etwa um 13.45 Uhr war sie zu Hause.

Vergangene Woche hat der Landkreis allerdings die Fahrpläne umgestellt. „Leoni muss jetzt die S-Bahn von Maisach nach Mammendorf nehmen und dort auf den Bus bis 14 Uhr warten“, berichtet die Mutter. Laut Plan ist die Schülerin um 14.08 Uhr in Nassenhausen. „Wir wussten nicht, dass der Bus abgeschafft wird“, sagt Sabine Ehrenschwendtner. „In Nassenhausen und Adelshofen sind mehr als zehn Kinder betroffen, wir Eltern sind schon mehrmals gefahren.“

Hermann Seifert, ÖPNV-Experte im Landratsamt, weiß über das Thema Bescheid. Er erklärt, dass voraussichtlich ab 9. Januar eine Busfahrt um 13.40 Uhr von der S-Bahnstation Mammendorf in den Westen eingerichtet werden soll. Der Bus würde Nassenhausen, Adelshofen, Jesenwang und Grafrath anfahren. „Wir arbeiten daran, dass die Linie 827 möglichst bald nach Ferienende eine zusätzliche frühere Fahrt erhält. Dann könnten die Kinder, die um 13.36 Uhr mit der Bahn in Mammendorf ankommen, in diesen Bus steigen.“ Dadurch würde auch eine Lücke im Fahrplan für alle anderen Kunden geschlossen. „Das kommt der breiten Masse zugute“, so Seifert.

Jesenwangerin betroffen

Von der Umstellung betroffen ist auch die Tochter von Elke Rothtauscher aus Jesenwang. Sie besucht ebenfalls die Maisacher Realschule und ist früher über das Viscardi-Gymnasium nach Hause gefahren. Der neue Heimweg von fast eineinhalb Stunden laut Fahrplan sei indiskutabel, so die Mutter. Momentan, so Seifert, könne die Schülerin entweder den Mammendofer S-Bahn-Bus nehmen oder sie müsste mit dem Bus in die Brucker Innenstadt fahren, wo sie um 13.30 Uhr ankäme und dort etwa eine halbe Stunde auf den Bus nach Jesenwang warten müsse.

Seifert kündigt an: „Auch hier planen wir ab 9. Januar eine Verbesserung.“ Um 13.41 Uhr soll die Linie 847 künftig ab der Schöngeisinger Straße in den Westen starten. Seifert: „So schließen wir eine weitere Lücke im Fahrplan, unter anderem auch für die Kunden, die mit der S-Bahn in Bruck ankommen.“ Dass die Kinder, wie von einigen Eltern vermutet, mit ihrer Fahrkarte nicht über Bruck fahren dürfen, ist laut Seifert wohl nicht richtig. „Sowohl die Maisacher Realschule als auch der Hauptplatz und das Viscardi-Gymnasium liegen im Zeitkartenring 8.“

Bus nicht pünktlich

Den Eltern stößt auch die Situation morgens auf dem Weg zur Schule sauer auf. Der Anschlussbus, den die Tochter von Elke Rothtauscher am Brucker Viscardi-Gymnasium nehmen muss, sei seit der Umstellung vergangenen Montag nicht zuverlässig gefahren. „Meine Tochter und ein Schulfreund versuchen seit der Fahrplanumstellung mit der Linie 873 vom Viscardi-Gymnasium um 7.34 Uhr nach Maisach zur Realschule zu gelangen, wo sie um 7.53 Uhr ankommen sollten. Dies hat bis dato kein einziges Mal funktioniert“, schimpft die Mutter. Auch deshalb sei sie bereits selbst mit dem Auto gefahren.

ÖPNV-Experte Hermann Seifert ist auch diese Problematik bewusst. Mit der Umstellung des Fahrplans habe auch der Betreiber gewechselt. Auch hier solle es Verbesserungen geben. Gespräche mit dem Betreiber wurden bereits geführt. Am Montag sei der Bus nur vier Minuten verspätet gewesen.

Ärger nach der Fahrplanumstellung gibt es auch in Fürstenfeldbruck. Bereits vor einigen Tagen hatten sich Schüler und Eltern beschwert, weil die Linie 873 die Bismackstraße nicht mehr anfährt. Seifert hatte darauf hingewiesen, dass sie einen anderen Bus mit 15-Minuten-Takt nutzen könnten.

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