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Coca-Cola in Fürstenfeldbruck: Was passiert hier mit den Mehrwegflaschen?

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Ein Blick in die Mehrwegabfüllung
Ein Blick in die Mehrwegabfüllung. © Coca-Cola

Jedes Mal, wenn Glasflaschen die riesige Waschmaschine bei Coca-Cola in Fürstenfeldbruck verlassen, klirrt es leise. Denn jede Flasche schiebt eine andere auf der Mehrweg-Produktionslinie vor sich her in Richtung Füller. Dort kommt das Getränk in die Flasche.

Etwa 97 Prozent aller Pfandverpackungen werden durch das deutsche Pfandsystem wieder eingesammelt.
Etwa 97 Prozent aller Pfandverpackungen werden durch das deutsche Pfandsystem wieder eingesammelt. © Coca-Cola

Hier im Coca-Cola Werk in Fürstenfeldbruck, das für die Metropolregion München und weite Teile Bayerns Getränke produziert, werden Glasflaschen etwa 25 Mal wieder befüllt. Die Pfandflaschen sind Teil eines wichtigen Kreislaufs, denn das Mehrwegsystem lebt davon, dass Flaschen wieder zurückkommen. „Jede Pfandflasche sollte wieder abgegeben werden. Das ist wichtig, denn jede Einzelne ist ein Wertstoff, der durch Wiederbefüllung oder Recycling in einem Kreislauf gehalten werden kann“, sagt Patricia Irion, Betriebsleiterin bei Coca-Cola in Fürstenfeldbruck.  

Passiert das nicht, sind sie möglicherweise im Müll oder in der Natur gelandet. „Das wollen wir vermeiden, unabhängig davon, ob es sich um Einweg- oder Mehrwegflaschen handelt. Auch wenn hierzulande fast alle Pfandflaschen wieder über das Pfandsystem zurückkommen, können wir alle in Deutschland dazu beitragen, dass es noch mehr werden“, sagt Irion.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bei Coca-Cola

Coco-Cola in Fürstenfeldbruck: 53.000 Kisten Leergut am Tag

Das Mehrwegsystem lebt davon, dass Flaschen wieder zurückkommen.
Das Mehrwegsystem lebt davon, dass Flaschen wieder zurückkommen. © Coca-Cola

Etwa 97 Prozent aller Pfandverpackungen werden durch das deutsche Pfandsystem wieder eingesammelt. Allein in Fürstenfeldbruck kommen so im Durchschnitt 53.000 Kisten Leergut pro Tag zurück – eine Menge, die dort auch benötigt wird: „Wir füllen hier auf zwei Produktionsanlagen bis zu 65.000 Mehrwegflaschen pro Stunde ab. Circa 174 Millionen Glas- und PET-Mehrwegflaschen haben wir 2019 produziert“, sagt Irion. In Spitzenzeiten dauert es gerade mal einen Tag, bis eine Kiste Coca-Cola, Fanta oder Sprite das Werk bei München wieder verlässt. 

Coca-Cola investiert in Mehrwegbefüllung

Um den Mehrweg-Kreislauf zu unterstützen, hat Coca-Cola in Deutschland von 2016 bis 2019 etwa 250 Millionen Euro in die Mehrwegabfüllung investiert. Ein siebenstelliger Betrag floss davon auch nach Fürstenfeldbruck: „Wir haben 2018 eine neue Reinigungsmaschine für Flaschen in Betrieb genommen. Damit haben wir bis zu 30 Prozent Energie und 10 Prozent Wasser in der Flaschenreinigung eingespart“, sagt Irion. 

Coca-Cola hat in Deutschland von 2016 bis 2019 etwa 250 Millionen Euro in die Mehrwegabfüllung investiert.
Coca-Cola hat in Deutschland von 2016 bis 2019 etwa 250 Millionen Euro in die Mehrwegabfüllung investiert. © Coca-Cola

Auch Einwegpfandflaschen, die hier in Fürstenfeldbruck in der 0,5- und 1,25-Liter-Größe abgefüllt werden, gelangen in Deutschland durch das Pfandsystem weitgehend in den Wertstoffkreislauf zurück. „Wir beschäftigen uns schon lange damit, wie wir Material vermeiden oder reduzieren können. Bei Einwegpfandflaschen haben wir uns das Ziel gesetzt, den Anteil von recyceltem PET in neuen Flaschen kontinuierlich zu erhöhen, um zukünftig noch mehr Neumaterial einzusparen“, sagt Irion. Ob Einweg- oder Mehrwegflaschen: „Es geht darum, diese in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen immer weiter zu verbessern.“

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