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Dauerstau auf der B2: Adé Schleichweg

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Von: Verena Usleber

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Den Autofahrern aus der Region könnte bald ein Schleichweg verbaut werden. Denn die Stadt Fürstenfeldbruck plant, die Bahnhofstraße für durchrauschende Verkehrsteilnehmer zu sperren.

Fürstenfeldbruck – Zu viele Fahrer nutzen den Weg vorbei am S-Bahnhof als Abkürzung zwischen B 2 und Oskar-von-Miller-Straße, wenn am Ortseingang nach dem Münchner Berg oder auf Höhe des Edeka-Centers mal wieder Stau ist. Zwischen 6 und 18 Uhr sind stündlich rund 60 Fahrzeuge auf dem Schleichweg unterwegs. Zwischen 7 und 9 Uhr sind es sogar 95. Nur fünf Prozent halten sich dabei an die vorgegebenen 30 Stundenkilometer, 14 Prozent brettern mit mehr als 50 km/h über die Piste. Das ergab eine Messung,

„Es wird immer schlimmer“, sagt Birgit Thron, Leiterin des Sachgebiets für Öffentliche Sicherheit und Ordnung in Bruck. Die Situation sei nicht nur gefährlich für die Fußgänger, sondern auch, weil dort viele Busse halten. Diesbezüglich gebe es auch ein weiteres Problem, so Thron. „Die vor den Bussen an den Ampeln stehenden Autos sorgen für Verzögerungen beim ÖPNV.“

Die Straße soll deshalb für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt werden. Weiter dort fahren dürfen sollen Taxis, Busse sowie Radler und Menschen mit Behinderung. Wer sein Auto auf dem Parkdeck oder am Frauenparkplatz abstellen will, erreicht beide wie bisher auch über die Bahnhofstraße. Ausfahren soll künftig aber nur noch Richtung Oskar-von-Miller-Straße, also Richtung Westen, erlaubt sein.

Auch wer eine Person bringt oder abholt, soll von Westen aus nur noch bis zu den Parkbuchten etwa auf Höhe des Friseurs fahren dürfen. Dann müssen die Bürger umkehren und in die selbe Richtung wieder ausfahren. „Ohne Wendehammer ist das eine unnötige Verkomplizierung“, kritisierte Verkehrsreferent Axel Lämmle (SPD) im zuständigen Ausschuss. Schließlich würden die umkehrenden Pkw die Busse wiederum blockieren, fügte Gabi Fröhlich (SPD) an. Jan Halbauer (Grüne) sprach sich deshalb für die Installation von Bremsschwellen aus. „Die würden den Verkehr verlangsamen.“

Eine Entscheidung wollte der Ausschuss noch nicht treffen. Am 18. April steht erst einmal eine Ortsbesichtigung an. 

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