Imposant: Der Dachstuhl der Klosterkirche in Fürstenfeld gilt als außergewöhnlich. Am Denkmaltag kann er besichtigt werden. Foto: voxbrunner

Denkmaltour durch Kirchengebälk

Fürstenfeldbruck - Der Denkmaltag widmet sich heuer dem Thema Holz. Auch der Dachstuhl der Klosterkirche ist zu besichtigen.

Die Kirche selbst hat wahrscheinlich jeder historisch Interessierte schon besichtigt. Am Denkmaltag aber kann man auch in die Dachkonstruktion hinauf steigen, die sonst nicht zugänglich ist. Stadtkulturreferentin Brigitta Klemenz wird die Besucher in die Geheimnisse des Gebälks einweihen.

Dabei gilt: Wer am 9. September eine der beiden vom Landkreis organisierten Bustouren mitmachen will, sollte sich mit der Anmeldung (siehe Kasten) beeilen. Denn die Fahrten sind meist schnell ausgebucht.

Der Fürstenfelder Kirchendachstuhl ist Teil der zweiten, von Heimatpfleger Sepp Kink geleiteten Tour und auch Gegenstand zweier eigener Führungen. Die erste Fahrt macht unterdessen auch Halt in Aufkirchen (Gemeinde Egenhofen). Dort erklärt Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz ebenfalls einen Dachstuhl - und zwar den des Pfarrstadels. Der wäre Anfang der 90-er-Jahre beinahe abgerissen worden.

Der Abbruch scheiterte damals offenbar vor allem daran, dass der damalige Pfarrer keinen Staub vertrug, wie Rudolf Aumüller von der Furthmühle bei der Programmvorstellung zum Denkmaltag erzählte. Er selbst wird am 9. September unter anderem den sonst nicht zugänglichen Triebwerkraum seiner Mühle und die hölzernen Antriebsscheiben darin zeigen. Außerdem verarbeitet Aumüller an diesem Tag mit historischen Sägegattern Stämme zu Schnittholz. Die Gatter übrigens werden von Politikern nicht gerne besucht, witzelte Aumüller. Warum? „Sie haben Angst vorm Abgesägt- werden.“

Weiterer Anlaufpunkt wird der Jexhof sein, wo Kreisheimatpfleger Toni Drexler zusammen mit Museumschef Reinhard Jakob Buntes zum Thema Holz bietet. So wird beispielsweise die Baumringkunde erklärt.

Nicht zu kurz kommen wird beim Denkmaltag neben aller Information die Gemütlichkeit, wie Vizelandrätin Gisela Schneid betonte. An der Furthmühle bei Egenhofen etwa gebe es erfahrungsgemäß immer äußerst leckeren Kuchen - an diesem Tag vielleicht sogar Baumkuchen, wie Heimatpfleger Toni Drexler scherzte.

Thomas Steinhardt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Goliath unter den Rindern: Ein Ochse in Germering überragt sogar seinen Pfleger
Auf dem Germeringer Gnadenhof Gut Streiflach wohnt ein Gigant unter den Rindern. Der behäbige Ochse Flori stellt seine wiederkäuenden Kollgen weit in den Schatten.
Goliath unter den Rindern: Ein Ochse in Germering überragt sogar seinen Pfleger
Sie sind alten Wegen auf der Spur
Wege haben die Menschen zu allen Zeiten verbunden. Die meisten davon sind allerdings in Vergessenheit geraten. Ulrich Bähr aus Schöngeising will möglichst viele alte …
Sie sind alten Wegen auf der Spur
Mehr Platz für Räder am Fürstenfeldbrucker Bahnhof
Der Brucker Bahnhof soll für Radfahrer attraktiver werden. Nicht nur durch mehr, sondern auch modernere und sicherere Abstellmöglichkeiten. Und das auch noch für wenig …
Mehr Platz für Räder am Fürstenfeldbrucker Bahnhof
Olching: Unbekannter belästigt junge Frau in S-Bahn - sie bittet Fahrgast um Hilfe
Eine 23-jährige wurde am Mittwochmorgen von einem bisher Unbekannten in der S3 sexuell belästigt. Ein Mann begrapschte sie dreist.
Olching: Unbekannter belästigt junge Frau in S-Bahn - sie bittet Fahrgast um Hilfe

Kommentare