Klaus Hörhagerfreut sich als Mitveranstalter auf die Premiere in Maisach.

Das aktuelle Interview

Deshalb legen DJs im Zirkuszelt auf

Maisach – Die Neulinge machen den Anfang: Am 7. Mai läutet das erstmals stattfindende „Panoptika“-Festival die Saison der Tagesfestivals unter freiem Himmel ein. Neuerung am Maisacher Volksfestplatz: Gegen mieses Wetter ist man mit einem großen Zirkuszelt abgesichert.

Neben elektronischer Musik setzen die Veranstalter, die Brucker Firma Anima Events (Buck Rogers, Pavillon Beach) und die Emmeringer Party-WG (See-Rave), aber auch noch auf viele andere Angebote. Klaus Hörhager von Anima Events erklärt, was es mit dem Festival mit Zirkus-Charakter auf sich hat und was der Name bedeutet.

Herr Hörhager, man hat derzeit den Eindruck, es werden immer mehr Festivals, auch in der Region. Braucht es noch eines?

Hörhager:  Das denke ich schon. Wir werden uns durch unser Konzept von den anderen Festivals abheben. Es ist Entertainment-Faktor dabei, durch den Zirkus-Charakter unterscheiden wir uns von anderen Veranstaltungen. Es ist ein Festival mit Aufenthaltscharakter. Und warum gibt es immer mehr Festivals? Weil die Nachfrage so hoch ist wie seit Jahren nicht mehr.

Was sind denn die angekündigten besonderen Attraktionen?

Hörhager:Wir wollten die Zielgruppe erweitern und den Tag mit einem Rahmenprogramm füllen. Das macht es für die Gäste attraktiver. Es werden Zirkusartisten dabei sein, zum Beispiel Trapezkünstler. Im Mittelpunkt stehen aber ganz klar die elektronische Tanzmusik, die DJs und vor allem die feiernden und tanzenden Menschen.

Wie kamen Sie auf die Idee mit dem Zirkuszelt?

Hörhager: Es ist ein richtiges Zirkuszelt mit 26 Metern Durchmesser. Der Grund dafür ist auch, dass es Anfang Mai schwierig ist, mit gutem Wetter zu planen. Wir wollten sowieso einen Regenschutz haben, deswegen sind wir letztendlich auf das Zirkuszelt gekommen. Dadurch ist auch das ganze Konzept drumherum entstanden.

Warum wurde der Volksfestplatz in Maisach als Veranstaltungsort ausgewählt, im Netz leicht euphemistisch als „Festwiese“ betitelt?

Hörhager: Wir hätten prinzipiell auch gerne etwas in Fürstenfeldbruck gemacht, das war aber auf dem Volksfestplatz nicht darstellbar. In Maisach ist es von der Anbindung her, zum Beispiel mit S-Bahn und Bushaltestelle, auch sehr gut. Auf dem Volksfestplatz kann man in den nächsten Jahren vielleicht auch ein bisschen wachsen. Zudem gibt es Parkplätze, Strom und Wasser. Und „Festwiese“ klingt einfach ein bisschen besser als „Volksfestplatz“ (lacht).

Wie viele Besucher haben denn in Maisach Platz?

Hörhager: 1000 Leute dürfen rein, bisher haben wir schon 50 bis 60 Prozent der Karten verkauft.

Um Mitternacht ist in Maisach Schluss, danach wird aber doch bestimmt noch weitergefeiert?

Hörhager:  Im Buck Rogers gibt es eine Aftershowparty, zu der die Festivalbesucher freien Eintritt haben. Wir werden Shuttlebusse haben, die die Leute kostenlos bis ins Buck nach Bruck fahren.

Zum Schluss: Was soll der Name „Panoptika“ bedeuten?

Hörhager:  Das ist ein wenig abgewandelt von „Panoptikum“, den früheren Wachsfiguren- und Kuriositätenkabinetten. Da ist ja eine Verwandtschaft zum Zirkus gegeben. Bei uns allerdings mit einer Ansammlung an musikalischen Kuriositäten. Somit übersetzen wir den Namen für unser Festival und definieren eine neue Art des musikalischen Zirkusses.

Das Festival „Panoptika“ (ab 18 Jahren, 15 Euro Eintritt) findet am Samstag, 7. Mai, von 16 bis 0 Uhr auf dem Volksfestplatz Maisach statt.

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