Digitalfunkmast trotz Protest aus Nachbargemeinde genehmigt

Eichenau - Ungeachtet der Proteste aus der Nachbargemeinde Puchheim hat der Eichenauer Gemeinderat die Errichtung eines Funkmast für den Digitalfunk der Behörden befürwortet.

Allerdings fiel die Entscheidung mit 13:9 Stimmen relativ knapp aus. Vor allem Umweltreferent Thomas Barenthin (Grüne) sprach sich vehement gegen den Funkmasten aus. Er kritisierte unter anderem, dass es sich bei der vorgesehenen Digitaltechnik des Terrestrial Trunked Radio (TETRA) um einen veralteten Standard handle, der mit viel Aufwand installiert werde. Seiner Ansicht nach lasse bereits UMTS eine gute Verschlüsselung zu. Dies könne für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr als potenzielle Nutzer des Digitalfunks bereits ausreichen.

Rike Schiele (Grüne) sagte, dass die Verschandelung der Landschaft durchaus als Gegenargument zum Masten gebracht werden könne. Zweite Bürgermeisterin Gabriele Riehl (SPD) sprach sich dafür aus, die ablehnende Haltung Puchheims zu unterstützen. Der vorgesehene Standort für den Funkmasten liegt in Sichtweite des neu entstehenden Puchheimer Neubaugebiets Wohnparks Roggenstein.

Bürgermeister Hubert Jung (CSU) verwies auf die übergeordnete Interessenslage und die gesetzliche Vorgabe zur Einführung des Digitalfunks. CSU-Fraktionschef Dirk Flechsig sah keine Alternative. Der Mast bediene mit Emmering auch noch eine dritte Gemeinde. Einzige Alternative wären drei Masten in den einzelnen Orten. Sein Fraktionskollege Sepp Spiess wies darauf hin, dass der am Feuerwehrstandort an der Emmeringer Straße installierte Analogfunk abgeschaltet werde. „Der strahlt viel ab. Das wissen bisher auch die nicht, die meinen sonst über Strahlung alles zu wissen.“ (hk)

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