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Abitur am MBG in Germering

Direktor Yoda: "Gehen Ihr nun müsst"

Germering - Dem Abiturjahrgang 2016 am Max-Born-Gymnasium wurde eine besondere Ehre zuteil: Er  durfte die Abiturfeier erstmals im Orlandosaal in der Germeringer Stadthalle ausrichten.

Und die Absolventen wussten diese Premiere zu nutzen. Während zuvor noch aufgeregtes Gemurmel im Saal herrschte, richtete sich schlagartig die ganze Aufmerksamkeit der Gäste auf den Einmarsch der 119 Abiturienten.

 Aus den Boxen wummerte laut die Star Wars-Titelmelodie. Alle hatten sich herausgeputzt und ihre schönsten Kleider und Anzüge geworfen. Auch ihr Abimotto „Stark Wars Abisode XVI“ war an die Krieg der Sterne-Saga angelehnt. „17 Schüler erreichten die Note 1,5 und besser und 41 Mal gab es die Eins vor dem Komma“, sagte Oberstufenkoordinatorin Bay.

Das entspräche mehr als einem Drittel des Jahrgangs. Für die musikalische Untermalung der Feier sorgte eine Schülerband. Sängerin Melanie Gerke begeisterte unter anderem mit Gloria Gaynors Hymne „I will survive“. Auch Oberbürgermeister Andreas Haas beglückwünschte die Absolventen. Er ermutigte jene, die keine Eins vor dem Komma hätte, ihre Träume zu verwirklichen. Bestimmt habe auch Kinderbuch-Lausbub Michel aus Lönneberga später im Leben etwas erreicht. „Er fährt heute vielleicht einen Ferrari, hat eine Frau, drei Kinder und ein Ferienhaus“, scherzte Haas und erntete Beifall. Solch ein Leben scheint für die Abiturredner Annamarija Marincic und Moritz Rath gar nicht so weit entfernt. Denn man habe sich ja während der Schulzeit zur Elite der deutschen Gesellschaft entwickelt, stellte Rath fest. Rückblickend auf die Oberstufenzeit erinnerte Marincic an die Studienfahrt nach Berlin.

Diese habe den Jahrgang nur noch enger zusammengeschweißt – auch dank eines Busses „mit eingebauter Sauna“, schmunzelte Marincic. Beiden dankten ihren Lehrern für ihre Unterstützung sowie der Stadt und der Schule für die Organisation der Feier. „Und nicht zuletzt unserem Schulleiter Robert Christoph – dem gutherzigen, hilfsbereiten Darth Vader dieser Schule“, scherzte Rath und erntete Applaus. Christoph riet seinen ehemaligen Schülern, weltoffen zu sein.

Die Welt befände sich derzeit in vielerlei Hinsicht im Umbruch. „Ich lasse diesen sympathischen Abiturjahrgang ungern gehen“, sagte er. „Aber gehen ihr nun müsst“, ahmte Christoph die eigenwillige Grammatik der Star Wars-Figur Yoda nach. Im Anschluss kamen die Absolventen zu einem Lied ihrer Wahl auf die Bühne, um ihr Zeugnis abzuholen. (Regina Mittermeier)

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