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Blasmusik von Samba bis Strawinski

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Von: Klaus Greif

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Eine kleine Ausgabe der Stadtkapelle begeisterte mit Latin-Rhythmen.
Eine kleine Ausgabe der Stadtkapelle begeisterte mit Latin-Rhthmen. © Privat

Die Stadtkapelle, das Sinfonische Blasorchester und die Feuerwehrkapelle Unterpfaffenhofen haben zum ersten mal ein gemeinsames Konzert gegeben. Das Publikum war begeistert.

Germering – Blasmusik kann sehr bunt sein. Davon konnten sich am Samstag die Besucher des Bühnenhofkonzerts der Stadthalle überzeugen, das witterungsbedingt in den Amadeussaal verlegt wurde: Die Stadtkapelle, das Sinfonische Blasorchester und die Feuerwehrkapelle Unterpfaffenhofen spielten Musik, die unterschiedlicher nicht sein konnte.

Dass alle drei Germeringer Blaskapellen gemeinsam ein Konzert bestreiten war wie so vieles in dieser Zeit dem Coronavirus geschuldet. Das verhinderte die im Vorjahr geplanten Jubiläumskonzerte der Gruppen, die ihr 50- (Stadtkapelle), 40- (Feuerwehrkapelle) und 20-jähriges Bestehen gefeiert hätten.

Jubiläumskonzert folgt

Aus der Not machten die Musiker eine Tugend: Sie beschlossen, das Jubiläum gemeinsam nachzufeiern. Vom Freitag, 30. September, bis Sonntag, 2. Oktober, wird jetzt gefeiert – und im Mittelpunkt steht ein großes Jubiläumskonzert am Samstag, 1. Oktober, in der Stadthalle.

Das Bühnenhofkonzert war quasi der Auftakt dazu. Bevor es so richtig los ging, erklärte drei Vertreter der mit kleineren Formationen angetretenen Orchestern den Besuchern noch, welche Art von Blasmusik auf sie wartete. Für die Stadtkapelle, die vor einem halben jahrhundert als Spielmannszug fast ausschließlich Marschmusik spielte, kündigte Arno Euteneuer Latin an. Das gehöre zum Repertoire, seit Julio Miron zu Beginn der 2000er-Jahre die Kapelle leitete.

Südamerikanische Rhythmen

Dass der Truppe die südamerikanischen Rhythmen mittlerweile im Blut haben, war deutlich zu spüren. Von Merengue über Samba bis hin zu Ska – die Musiker beherrschen das alles so fehlerfrei, als hätten sie nie etwas anderes gespielt. Das Publikum war mitgerissen und forderte lautstark und erfolgreich eine Zugabe ein.

Etwas weniger verdaulich, aber musikalisch auf einem nicht minder hohem Niveau hatte zu vor das Sinfonische Blasorchester mit zwei kleineren Formationen den Abend eröffnet. Sowohl das Holzbläser-Quintett als auch eine vierköpfige Flötengruppe präsentierten zeitgenössische Musik – darunter auch ein Auszug aus Strawinskis Ballett-Suite Pulcinella.

Bayrische Blasmusik

Der Kontrast zur Blaskapelle der Feuerwehr hätte größer nicht sein können. Sie spielte wie die übrigen Formationen ohne einen leitenden Dirigenten. Allerdings hatte sich Florian Loch wie gewohnt ins Ensemble eingereiht und führte auch durchs kurze Programm. Mit bekannten Stücken wie „Mein Heimatland“ oder „Musikanten“ hatten sie die Herzen des Publikums ganz schnell für sich erobert.

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