Es hagelt Klagen

Das sind die drei schlimmsten Straßen in Kottgeisering

Kottgeisering - Die Beratungen zur Sanierung von drei Gemeindestraßen bescherte dem Gemeinderat wieder einmal eine Unterschriftenliste der Ausbau-Gegner und einen brechend vollen Sitzungssaal.

Miserable Straßenverhältnisse und ständige Beschwerden ließen Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) den mittleren Abschnitt der Johannishöhe, die Eichenstraße und die Straße Am Gereut auf die Tagesordnung setzen. „Das sind die drei schlimmsten Straßen, wo ich am meisten Klagen bekomme.“ Freilich nicht von den unmittelbaren Anliegern, denn denen droht im Zuge der erstmaligen Herstellung bei Vollausbau ein Anteil von 90 Prozent an der Finanzierung.

Bei Reparaturen oder der Aufbringung einer Spritzdecke trägt die Gemeinde die Kosten alleine. Eine Spritzdecke kommt wegen der ungeklärten Entwässerung und der notwendigen Erneuerung innerhalb von zehn Jahren nicht in Frage. Bei einem Vollausbau rechnet die Verwaltung im Falle der Johannishöhe mit Bruttokosten von 145 000 Euro, in der Eichenstraße von 153 000 Euro und Am Gereut von 193 000 Euro. In den beiden letztgenannten müsste Grund erworben werden. Zudem dürfte die Erneuerung der Frischwasserleitungen den Betrag noch erhöhen.

„Die Straßen sind derzeit eigentlich nicht mehr räumbar“, stellte BV-Gemeinderat Willi Huß fest, der den Winterdienst macht. Meissner: „Bei Schäden und Unfällen ist die Gemeinde aber schadenersatzpflichtig, wir müssen etwas unternehmen.“

Laut Anwohner Karl Graf hat sich der Zustand der Johannishöhe in letzter Zeit extrem verschlechtert. Das liege an dem ungeeigneten Schuttmaterial, mit dem die Löcher gestopft worden seien. „Es gibt zwei neuralgische Punkte, da muss man nicht gleich die ganze Straße asphaltieren.“ Ein anderer Anwohner berichtete, dass er tagsüber lediglich 29 Autos gezählt hätte. Dafür rechne sich kein Vollausbau. Weil keiner der Räte für einen Vollausbau in einer der Straßen votierte, war die Verwendung eines anderen Füllmaterials der kleinste gemeinsame Nenner. „Nach diesem Feldversuch entscheiden wir, wie’s weitergeht“, so die Bürgermeisterin.  

mjk

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