Dreimal Kunst erleben quasi auf einen Streich

 Germering – Ein echtes Kunst-Triple gibt es dieser Tage in Germering: In Haus 2 der Wifo-Kaserne ist die Jubiläumsausstellung 25 Jahre Stadterhebung zu sehen. Quasi nebenan auf dem Freigelände werkeln die Künstler bei den Werktagen. Zu sehen sind deren Werke dann bei den offenen Ateliertagen.

Ob Jubiläumsausstellung oder Werktage: Besucher sind herzlich eingeladen, den Künstlern beim Schaffen ihrer Skulpturen oder bei der Präsentation ihrer Werke über die Schulter zu schauen. Die Kunstausstellung zum Stadtjubiläum Germerings wurde von Franz Srownal, Leiter der Ateliergruppe 27, initiiert und auf die Beine gestellt.

Die Ausstellung lädt zum zeitlich arrangierten Rundgang ein. Sie zeigt den künstlerischen Werdegang der Großen Kreisstadt Germering. Angefangen mit der „Lächelnden Madonna“, einer Leihgabe des Bildarchivs des Landesamtes für Denkmalpflege. Das spätgotische Fresko selbst liegt unter einer dicken Malschicht verborgen im Chorraum der alten Dorfkirche St. Martin. Weiter führt der Weg über Votivtafeln und einem ersten Bildplan Germerings hin zu den Anfängen einer der ersten Malschulen in der Region Münchens, der Kindermalschule von Don Bosco.

Darüber hinaus sind Zeitdokumente der Künstler Herbert Lenz, Josef Dering, Heinz Braun und Gerhard Baumgärtel zu sehen. „Bei Baumgärtel hat alles mit Bewegung zu tun, ich habe selten einen Künstler erlebt, der derart wissenschaftlich an seine Arbeiten herangeht“, sagt Constanze Wagner. Die Künstlerin hat selbst zahlreiche kreative Spuren, nicht nur auf Germeringer Flur hinterlassen – und hinterlässt sie weiter.

Die aktuelle Bandbreite künstlerischen Schaffens auf Germeringer Flur zeigen auch der Kunstkreis, die Ateliergruppe 27 und Mieter des Atelierhauses an der Salzstraße auf. „Oberbürgermeister Andreas Haas war von Srownals Ausstellungs-Idee begeistert und sofort Feuer und Flamme“, freut sich Brian Whitehead, Mitglied der Ateliergruppe 7.

Bei den Werktagen steht neben dem künstlerischen auch das gemeinsame Schaffen auf der Agenda, denn: „Bildhauer arbeiten meist alleine für sich, bei unseren Werktagen kommen sie ins Gespräch und können sich mit Kollegen austauschen“, sagt Michael Glatzel. Neben Sägen, Schleifen, Klopfen und Hämmern ist bei den Werktagen immer auch gemeinsames Essen, Lachen und Reden, sprich das Miteinander angesagt. Mit dabei sind „Wiederholungstäter“, aber jedes Jahr auch neue Gesichter. „Wir betreiben das ganze Jahr über bei Ausstellungen Akquise, es erreichen uns allerdings auch viele Anfragen für die Werktage“, freut sich Glatzel. angi kiener

Die Termine

Bis 22. Juli (jeweils 14 bis 18 Uhr) ist die Jubiläumsausstellung im Haus 2 der Wifo-Kaserne zu sehen. Bis 21. Juli kann man Bildhauern auf dem Freigelände der Kaserne beim Arbeiten über die Schultern schauen (immer 10 bis 18 Uhr). Am 23. und 24. Juli werden die Werke bei den offenen Ateliertagen im Atelierhaus (Salzstraße) ausgestellt. Öffnungszeiten sind am Samstag von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Angi Kiener

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