„Da müsst ihr jetzt rüber.“ Pfadfinder Florian Will vom Parsbergstamm erklärt den Mädchen und Buben, wie sie über den reißenden Fluss gelangen. Ein weiterer Schritt in Richtung Schatz. Foto: Kürzl

Durch Schnitzeljagd zum Gemeinschaftsgefühl

Germering - Abenteuerlust, Gemeinschaftsgefühl und Naturerlebnis: Das alles haben die Germeringer Pfadfinder vom Parsbergstamm in ihren Beitrag für das Ferienprogramm der Stadt gepackt.

„Die Idee dazu war noch das Einfachste“, sagt Thomas Schönbauer. Der gehört beim Parsbergstamm zu den Rovern. Das ist die Gruppe, in der alle Mitglieder über 16 Jahre vertreten sind. Dass es, wie in den beiden Vorjahren, eine Schnitzeljagd sein sollte, „war von Anfang an klar“, so Schönbauer. Doch diesmal sollten es nicht nur Aufgaben sein, die zum Ziel führen. „Wir wollten eine Geschichte erzählen, die uns den ganzen Tag begleitet“, erklärt der Germeringer Pfadfinder. Das sei schon sehr viel schwerer zu organisieren gewesen. „Sich eine Geschichte ausdenken, schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel“, sagt Schönbauer.

Was herausgekommen ist, findet Marco „supertoll“. Der Zehnjährige gehörte zu einer der drei Gruppen, die sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Drachenei machten. Die magische Kraft dieses Schatzes sollte helfen, ein zerstrittenes Volk wieder zu stärken und die Auseinandersetzungen friedlich zu beenden. „Ich mag so Fantasiegeschichten“, erzählt Marco, ehe er sich daran macht, das letzte Hindernis vor dem Schatz zu überwinden, einen reißenden Fluss.

„Das geht nur gemeinsam“, erklärt Florian Will, Vorstandsmitglied im Parsbergstamm einer Gruppe. Dabei fordert er die ganze Vorstellungskraft der Mädchen und Buben. Denn der reißende Fluss ist ein simpler Grünstreifen, der am Germeringer See zwischen Asphaltweg und Lagerfeuerstelle liegt. Lohn der Mühen ist das friedensstiftende Drachenei und das anschließende Lagerfeuer. Marco wird seinen Eltern davon erzählen, wie stark er beim Überwinden des Flusses war und welch tolle Freunde er dabei gehabt hat.

Für die Pfadfinder ist damit ein Ziel erreicht. „Jeder hat hier Gemeinschaft und einen tollen Tag erlebt.“ Für etliche Kinder, so weiß Schönbauer, war es nicht der erste aufregende Tag, den sie dank des Ferienprogramms erlebt haben. Manche Eltern könnten sich Urlaub nicht leisten, „möchten aber doch schöne und abwechslungsreiche Ferien für ihre Kinder haben“. So gesehen haben die Pfadfinder nicht nur ein Erlebnis organisiert, sondern auch eine gute Tat geleistet. (hk)

Zweite Schatzsuche

Am Samstag, 6. September, organisieren die Pfadfinder vom Parsbergstamm eine zweite Schatzsuche. Dafür gibt es noch freie Plätze. Anmeldungen über das Amt V in der Planegger Straße 9, Zimmer 100.

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