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Das An- und Ausziehen des Schutzanzugs üben Alicja Serafin und Werner Eberl vom Gesundheitsamt.

Gesundheitsamt probt den Ernstfall

So funktioniert ein Ebola-Schutzanzug

Fürstenfeldbruck - Das Brucker Gesundheitsamt ist für den Ebola-Ernstfall vorbereitet - auch mit Spezialanzügen. Wir erklären, wie so ein Schutzanzug funktioniert.

Beim direkten Kontakt mit Patienten können sich die Ärzte durch Spezialanzüge schützen. Das An- und Ausziehen müssen Amtsleiter Dr. Rudolf Summer und sein Team üben. Ein falscher Handgriff und der Arzt ist kontaminiert.

Die Handschuhe

Doppelt hält besser gilt bei den Handschuhen. Zuerst werden weiße Einmalhandschuhe angezogen. Wenn der gesamte Anzug angelegt ist, kommen noch reißfestere lila Exemplare darüber.

Der Overall

Der orangefarbene Schutzanzug ist aus wasserabweisendem Kunststoff. Der Nachteil, laut Summer: „Man schwitzt nach kürzester Zeit darin sehr stark.“

 Der Verschluss

 Ein Reißverschluss und ein darüber liegender zweifacher Klettverschluss sorgen für doppelte Abschottung. Gerade beim Ausziehen ist es entscheidend, dass die Träger beim Öffnen keinen Fehler machen, sonst kommen sie in Kontakt mit Keimen.

Die Überschuhe

Die Kunststoffüberschuhe werden über den Anzug gezogen und festgebunden. Darüber kommen Gummistiefel, die wie der Rest des Anzugs nach dem Einsatz fachgerecht entsorgt werden.

Die Brille

Die Brille aus Plastik schützt, behindert aber die Sicht.

Der Mundschutz

Über Nase und Mund kommt eine Spezialmaske. „Sie ist effektiver als ein normalerweise verwendeter Mundschutz.“

Die Kapuze

 Den Kopf bedeckt die Kapuze. Beim Ausziehen des Anzugs helfen sich die Mitarbeiter gegenseitig. Dabei wird der Anzug beginnend bei der Kapuze von innen nach außen umgekrempelt und heruntergezogen. Summer: „Man muss sich herauswinden wie eine Schlange." (mav)

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