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An der B2

Edeka will nach Hattenhofen

Hattenhofen – Ein Edeka soll in Hattenhofen an der B 2 gebaut werden. Der Gemeinderat ist grundsätzlich für einen Supermarkt, will aber einen anderen Standort an der Bundesstraße. Allerdings hat die Gemeinde kein Grundstück anzubieten.

„Fakt ist, dass wir an der B 2 über keine eigenen Grundstücke verfügen“, sagte Bürgermeister Franz Robeller (UWG Haspelmoor) in der ersten öffentlichen Diskussion über das Thema im Gemeinderat. Es müsste also ein Privatmann als Grundstücks-Verkäufer auftreten.

Ende September hatte sich eine Entwicklungsgesellschaft bei der Gemeinde gemeldet, die eine Ansiedlung eines Vollsortimenters mit über 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche durchführen möchte. Klare Vorgabe dabei: Der Markt muss direkt an der Bundesstraße stehen.

Er habe das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, weil es auch in der direkt folgenden Bürgerversammlung angesprochen werden soll, sagte Robeller. Andreas Peter (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) meinte deshalb, man solle vor einem Beschluss ein Stimmungsbild der Bürger einholen: „Ich kann nicht einschätzen, ob das von den Bürgern angenommen wird.“

Gemeinderat votiert für Supermarkt

Doch Robeller widersprach: Der Gemeinderat sei auch dazu da und gewählt, um sich eine Meinung zu bilden und ein klares Votum abzugeben. Trotzdem, so der Bürgermeister, sei die Reaktion in der Bürgerversammlung natürlich interessant.

Auch ein Vertreter der schon einheimischen Nahversorger durfte sich in der Sitzung kurz äußern. Christian Hattensperger vom Gasthof und der Metzgerei Eberl sagte, er befürchte einen Umsatz-Rückgang. Schließlich votierte das Gremium einstimmig: Ja, der Gemeinderat befürwortet die Markt-Ansiedlung grundsätzlich. Einige Räte erinnerten daran, dass sich alle Gruppierungen vor der Kommunalwahl 2014 für eine Einkaufsmöglichkeit am Ort ausgesprochen hatten.

Jetzt geht es noch um den Standort. Die Entwicklungsgesellschaft möchte den Markt am südöstlichen Ortsausgang Richtung Mammendorf ansiedeln. Der Gemeinderat präferiert dagegen eine Fläche am nördlichen Ortsende von Hattenhofen Richtung Althegnenberg. Dort ist bereits ein kleines Gewerbegebiet ausgewiesen, der Markt würde sich hier nach Ansicht der Räte besser in das Ortsbild einfügen.

„Die Lage in Richtung Mammendorf würde zu viel kaputtmachen im Ort“, meinte Hans Scherer (UWG Haspelmoor). Eine mögliche Umfahrung, die im neuen Bundesverkehrswegeplan immerhin dargestellt ist, würde durch einen Standort Richtung Althegnenberg auch nicht infrage gestellt, sagte Robeller.

Jetzt muss sich zeigen: Lassen sich die Standort-Vorstellungen harmonisieren und findet sich ein Grundeigner, der Flächen verkauft? Die Gemeinde könne zumindest die Eigentümer der Flächen und die Gesellschaft an einen Tisch bringen, so die Meinung im Gemeinderat.

Ebenfalls einig war man sich, dass im Zuge einer möglichen Supermarkt-Ansiedlung die Gewerbe-Entwicklung am nördlichen Ortsrand in Angriff genommen wird. Mindestens die gleiche Fläche soll dann für Betriebe ausgewiesen werden. (fd)

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