Haushalt verabschiedet

Egenhofen bleibt schuldenfrei

Egenhofen - „Trotz wachsender Aufgaben werden wir auch heuer schuldenfrei bleiben“: Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele ist stolz auf den Haushalt für das laufende Jahr.

Kämmerer und Amtschef Robert Köll stellten den Haushalts-, Finanz- und Stellenplan im Gemeinderat vor. Das Haushaltsvolumen ist gegenüber den Planzahlen des Vorjahres deutlich zurückgegangen von 8,3 auf 7,55 Millionen Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen sind auch heuer nicht vorgesehen.

Unter dem Strich rechnet der Kämmerer mit einem kleinen Verwaltungshaushalts-Überschuss von 31 500 Euro, der dem Vermögenshaushalt zugute kommen soll. Allerdings muss Köll angesichts der vielen geplanten Aktivitäten rund 1,1 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen.

Die wichtigste Einnahmequelle bleibt weiter der Einkommenssteueranteil. Köll kalkuliert mit 1,94 Millionen Euro (2015: 1,91 Millionen Euro). Bei der Gewerbesteuer gibt er sich vorsichtig: Er rechnet mit 650 000 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 960 000 Euro.

Der höchste Ausgabenposten ist die Kreisumlage mit 1,5 Millionen Euro (2015: 1,32 Millionen Euro). Bei den wichtigsten Ausgaben, die der Gemeinde unmittelbar zugute kommen, zählte Nefele Mittel für die Feuerwehren der Egenhofener Ortsteile auf, die sich zusammen auf 290 775 Euro belaufen; einschließlich der Beschaffungspauschale für aktive Mitglieder, die von 100 auf 110 Euro pro Person erhöht wurde. Ein weiterer wichtiger Posten ist die Kinderbetreuung mit zirka 1,2 Millionen Euro.

Für Investitionen sieht Köll rund 2,6 Millionen Euro vor; davon fließen 850 000 Euro in die Baulandausweisung und 100 000 Euro in die Sanierung des Pfarrstadls in Aufkirchen – ein Zuschuss, den der Pfarrverband Glonnauer Land erhalten wird. Für den Unterhalt kommunaler Bauten, darunter das Bürgerhaus Egenhofen, plant Köll zirka 150 000 Euro ein.

Eine erfreuliche Botschaft für Grundstücksbesitzer und Gewerbetreibende hatten der Bürgermeister und sein Finanzminister auch noch: Weder die Grundsteuern noch der Gewerbesteuerhebesatz sollen steigen. Alle Zahlen und Planungen wurden vom Gemeinderat ohne größere Diskussionen einstimmig abgenickt – in den vergangenen Jahren ging es zuweilen deutlich temperamentvoller zu.

von Horst Kramer

Rubriklistenbild: © dpa

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