Abfallwirtschaft

In Egenhofen soll ein neuer großer Wertstoffhof gebaut werden

Nach mehr als 25 Jahren soll in der Gemeinde Egenhofen ein neuer großer Wertstoffhof das bisherige Provisorium in der Schuttgrube im Ortsteil Unterschweinbach ersetzen. An der jetzigen Stelle fehlt es an befestigten Flächen, Strom und Wasser.

Egenhofen - Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) wird noch im April den Bauantrag dafür im Bauamt der Gemeinde

einreichen. Damit beginnt die Phase der Prüfung, Abwägung und Genehmigung des Vorhabens an der Boschstraße.

„Auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern werden die Bürger ideale Bedingungen für die Entsorgung häuslicher Wertstoffe vorfinden“, sagt AWB-Chef Herbert Britzelmair. Geplant ist unter anderem ein Gebäude, in dem neben Büro, Aufenthalts- und Sozialraum sowie Lager auch die Annahmestelle für Leichtverpackungen („Kunststoffe“) untergebracht wird. Auf den zu befestigenden Containerflächen werden in fester Anordnung die Behälter zum Beispiel für Sperrmüll, Altpapier, Eisenschrott und Bauschutt positioniert.

Wie bisher soll die Anlieferung von Rasen- und Strauchschnitt leicht gemacht werden: Über eine Rampe lassen sich die Gartenabfälle von oben abwerfen. Künftig soll es keine nassen oder schmutzigen Schuhe mehr am Wertstoffhof geben. Die Ableitung des Niederschlagswassers, das auf den gepflasterten und asphaltierten Flächen anfällt, erfolgt über ein Schacht- und Rohrleitungssystem, das in einer rund 100 Kubikmeter großen Senke endet. Für dieses Regenrückhaltebecken auf derselben Fläche habe das zuständige Wasserwirtschaftsamt München in der Planungsphase grünes Licht gegeben, so Britzelmair. „Für die Abwasserentsorgung ist damit – entgegen anderslautenden Stellungnahmen – gut gesorgt.“

Angebunden werden soll die neue Wertstoffsammelstelle über die Boschstraße. Es sind etwa 40 Halte- und Stellplätze für Autos geplant, die im Einbahnverkehr an- und abzufahren sind. Die lange Aufstellfläche im Zufahrtsbereich könnte laut Britzelmair verhindern, dass sich Pkw auf die Ortsverbindungsstraße zurückstauen – ein Vorschlag, der auf Wunsch der Gemeinde geprüft werden solle.

Üppig ausfallen solle die notwendige Eingrünung: Da auf dem Gelände auch der Ausgleich für den Eingriff in die Natur zu erfolgen hat, ist ein teilweise bis zu 7,5 Meter breiter umgebender Grünstreifen geplant.

Der Bau kostet rund 1,3 Millionen Euro. Der erste Spatenstich soll im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen.  tb

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