Mittendrin und immer dabei: Vanessa Hinz mit ihren Fans aus dem Landkreis. 

Fanclub

Auf Du und Du mit dem Biathlon-Star

Zuletzt stand die Schlierseerin Vanessa Hinz schon wieder auf dem Weltcup-Treppchen: 

Wenigmünchen – In Oberhof wurde sie zusammen mit ihren Biathlon-Kolleginnen Denise Herrmann, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt nach einer furiosen Aufholjagd Zweite hinter den Französinnen. Im Ziel wurde die 25-Jährige von ihrem Fanclub begeistert gefeiert – obwohl sie als Startläuferin nicht ihren besten Tag gehabt hatte. Am Donnerstag sind die Schlachtenbummler wieder vor Ort. Diesmal ist die Anfahrt zum Weltcup-Einzelwettbewerb nach Ruhpolding nicht ganz so weit (14:20 Uhr live im ZDF und auf Eurosport).

Chef und Gründer des Fanclubs ist der Wenigmünchner Thomas Weber, der zuvor viele Jahre ein gleiches Projekt für die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Andrea Henkel gemanagt hatte. Die hat mittlerweile ihre Karriere beendet und lebt mit dem weiterhin in der Biathlon-Szene aktiven US-Amerikaner Tim Burke in Lake Placid.

„Wir versuchen, bei möglichst vielen Veranstaltungen vor Ort zu sein und Vanessa zu unterstützen“, erklärt Weber. In Thüringen war der zweifache Familienvater zwar nicht persönlich, aber dass er nach Ruhpolding fährt, ist Ehrensache. Ebenso zum Weltcup nach Antholz in Südtirol eine Woche später. „Meist kommt Vanessa nach einem Rennen kurz bei uns vorbei, der Kontakt ist wirklich hervorragend.“ Manchmal klappt es mit dem Informationsfluss nicht ganz so wie geplant. Etwa am 30. Dezember, als der Fanclub-Boss mit seiner kompletten Ausrüstung (Plakate, Aufsteller, Fahnen) zum City-Biathlon nach Garmisch-Partenkirchen gedüst war – um dort zu erfahren, dass sich Hinz wegen einer Erkältung schonte. Einen Vorwurf macht der Chef-Fan seinem Idol aber nicht. Webers Kritik richtet sich stattdessen gegen die Fun-Veranstaltungen, wie er die City-Marathons nennt: „Die Belastung ist hoch, der sportliche Wert gering.“

Dass Vanessa Hinz ihre Olympia-Teilnahme schon beim ersten Weltcup-Rennen im schwedischen Östersund geschafft hat (auch da waren Fanclub-Mitglieder dabei), freut Weber mächtig. Auch wenn er nicht in Südkorea dabei sein kann. Er wird dann am Fernseher sitzen und der Biathletin die Daumen drücken.Horst Kramer

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