Bei Egenhofen

Brückenabriss entzweit Bürger und Amt

Der Streit um die abgerissene Brücke über den Freigraben im Süden Egenhofens nimmt Fahrt auf. Weitere Gespräche zwischen Rathaus und Behörden folgen.

Egenhofen – Bürgermeister Josef Nefele berichtete im Gemeinderat über seine Versuche, mit den Verantwortlichen im Wasserwirtschaftsamt Kontakt aufzunehmen. Sie hatten den Brückenabriss Ende März veranlasst. Wie Nefele sagte sei der zuständige Sachbearbeiter neu in der Materie und noch dazu krank gewesen. „Man muss dem Mann Zeit geben, sich in das Thema einzuarbeiten“, so Nefele. Er habe ein zeitnahes persönliches Gespräch vereinbart.

Ein halbes Dutzend Egenhofener lauschte Nefeles Ausführungen. Darunter auch der Initiator einer Unterschriftenliste mit 135 Namen, Norbert Link-Tekampe, sowie der ehemalige Bauamtsleiter der Kommune, Uwe Kaminsky, und Erich Meitinger, der vor Jahresfrist per Verwaltungsgerichtsurteil den Abbau von drei Absperrpfosten in der Blumenstraße erzwungen hatte. Die Gruppe war sich nach der Sitzung einig, dass weitere Maßnahmen notwendig seien. Sie sind besonders erbost darüber, dass der Weg auf der anderen Seite der ehemaligen Brücke mittlerweile untergepflügt wurde. Am heutigen Mittwoch wollen sich die Egenhofener zusammensetzen, um über die nächsten Schritte zu beraten, gegebenenfalls auch juristische.

Link-Tekampe argumentiert mit einem Gewohnheitsrecht: „Der Zugang für Bürger in die Glonnau ist bereits auf Karten des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Heimat von 1817 zu sehen. In weiteren Karten bis heute ist dieser Weg immer eingezeichnet.“ Die Gruppe hat zum heutigen Treffen im Egenhofener Bürgerhaus auch die vier Gemeinderäte von der WGE und CSU eingeladen, die Egenhofens Interessen im Unterschweinbacher Rathaus vertreten. (kra)

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