Vanessa Hinz und ihre Edelfans in Hochfilzen. Thomas Weber ist der Zweite von links.

Edelfans im Schichtdienst bei Biathlon-WM

Der Fanclub von Biathlon-Star Vanessa Hinz ist bei fast allen Weltcup-Rennen vor Ort. Die heute beginnende Weltmeisterschaft in Antholz (Südtirol) bestreiten der Wenigmünchner Thomas Weber und seine Kollegen in zwei Schichten.

Wenigmünchen – „Nove Mesto, Kontiolahti, Oslo. Und Antholz sowieso!“ Thomas Weber, der Gründer und Chef des Vanessa-Hinz-Fanclubs, zählt die Orte auf, an denen die Gruppe die Top-Biathletin heuer noch unterstützen wird. Die Edelfans sind bei jedem der noch anstehenden Weltcup-Rennen dabei, ob in Tschechien, Finnland oder Norwegen. Bei der heute im italienischen Antholz beginnenden WM sogar in zwei Schichten (das ZDF und Eurosport übertragen die Mixed-Staffel live ab 14.45 Uhr).

„Natürlich fahre ich nicht überall selbst hin“, stellt der Wenigmünchner klar, das ginge schon aus beruflichen Gründen nicht. Aber bei den Veranstaltungen im Alpenraum ist er immer dabei, auch bei der WM. Klar, dass Weber den Sprint-Auftritt der 27-Jährigen in Ruhpolding live verfolgte, als Hinz sich ohne Schießfehler in die Top Ten katapultierte. Auch in Hochfilzen im Dezember feuerte der Anhänger aus Wenigmünchen den Star vom Schliersee lautstark an – zusammen mit einem Dutzend weiterer Fanclub-Mitglieder. Hinz erwies sich in Tirol als die Beste des DSV-Teams, mit einem zwölften Rang beim Verfolgungsrennen über zehn Kilometer. Dort hatten Weber und Kollegen auch die Möglichkeit, mit ihrem Idol zu reden.. „Auf dem Weg zur Dopingkontrolle hat sie kurz bei uns Halt gemacht, uns begrüßt und sich bedankt.“ Hinz hätte ein „strahlendes Lächeln“ im Gesicht gehabt, erinnert sich der Fanclub-Chef. Im Gegensatz zu ihrem Doping-Aufpasser, der zur Eile drängte. In Ruhpolding konnten die Clubmitglieder die Sportlerin nur aus der Ferne sehen. „Die Athletinnen betreten und verlassen die Arena durch einen Tunnel, sie kommen gar nicht in Kontakt mit den Fans“, merkt Weber kritisch an.

Bei der WM im Südtiroler Antholz wird die Gruppe in zwei Schichten antreten: „Ein Team für die erste Hälfte der Veranstaltung, das andere für den Rest.“ Die Biathlon-WM dauert immerhin elf Tage. Weber selber will von Samstag bis Samstag in Antholz sein. „Wir hoffen darauf, dass ein abendliches Treffen mit Vanessa zustande kommt“, sagt er. „Aber wenn es nicht klappt, sind wir auch nicht böse. Die WM hat natürlich Vorrang.“

Hinz liegt derzeit auf Rang 24 im Gesamtweltcup – als drittbeste Deutsche hinter Denise Herrmann (4.) und Franziska Preuß (14.). Natürlich wünschen sich Weber und seine Mitstreiter eine WM-Medaille ihres Lieblings. „Wenn das klappt, dann haben wir uns eine besondere Choreografie ausgedacht“, erzählt der Wenigmünchner mit einem verschmitzten Grinsen. Einzelheiten will er noch nicht verraten. (kra)

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