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In den Egenhofener Ortsteilen Unterschweinbach und Aufkirchen sowie im Osten der Gemeinde Oberschweinbach soll die Mobilfunkversorgung besser werden.

Egenhofen

40 Meter hoher Funkmast entsteht im Wald

Der lange diskutierte 40 Meter hohe Mobilfunkmast wird nahe des großen Wertstoffhofs aufgestellt. Darauf haben sich die Gemeinde Egenhofen und eine Tochterfirma der Telekom geeinigt.

Egenhofen – Gute Nachrichten für Mobilfunknutzer in Unterschweinbach, Aufkirchen und Oberschweinbach: Ihr Empfang soll besser werden. Denn die Deutsche Funkturm (Tochter der Telekom) und die Gemeinde haben einen Standort für einen Mobilfunkmasten gefunden, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt: große Reichweite bei möglichst geringer Auswirkung auf die Bevölkerung.

Der Standort befindet sich im Wäldchen beim großen Wertstoffhof zwischen Unterschweinbach und Oberschweinbach, rund 50 Meter entfernt vom Areal, auf dem jedes Jahr das Osterfeuer abgebrannt wird. „Das Feuer wird durch die Sende- und Empfangsanlage nicht beeinträchtigt“, betonte Bürgermeister Josef Nefele (Bürgervereinigung Gesamtgemeinde Egenhofen/BGE) im Gemeinderat. Die Telekom benötigt eine Fläche von rund 300 Quadratmetern. Dort soll in einem Waldstück ein 40 Meter hoher Stahlgittermast errichtet werden. Nefele: „Da die Bäume drumherum 20 bis 25 Meter hoch sind, sticht der Mast nicht so ins Auge.“

Weitere Untersuchungen folgen

Durch die Anlage soll die Mobilfunkversorgung großer Teile Unterschweinbachs und Aufkirchens sowie im Osten Oberschweinbachs verbessert werden. So lautet das Ergebnis einer vorläufigen Analyse der Telekom. Weitere Untersuchungen sollen folgen. In Oberweikertshofen wird sich wohl nichts ändern.

Nefele sprach von einer Unwägbarkeit: „Wir müssen abwarten, welcher Druck aus der Bevölkerung kommt.“ Thomas Wieser (Wählergruppe Egenhofen/WGE) kommentierte: „Druck entsteht, wenn man die Bevölkerung nicht ins Boot holt und vor vollendete Tatsachen stellt.“

Hans Göttler (WGE) wollte wissen, ob auch andere Mobilfunkanbieter den Masten nutzen könnten. Bauamtsleiterin Marianne Kottermair meinte, dass eine Vermietung von Sendeplätzen im „ureigensten Interesse“ der Telekom liegen müssten, nicht zuletzt, um die hohen Baukosten möglichst schnell zu amortisieren. „Zu einer Verspargelung wird es nicht kommen“, versicherte Nefele. Der Gemeinderat ermächtigte ihn, einen Mietvertrag mit dem Telekom-Unternehmen abzuschließen. Andreas Schwarz (BGE) stimmte dagegen.

Vergebliche Hoffnung

Egenhofens Bauamtsleiterin Marianne Kottermair äußerte im Gemeinderat die Hoffnung, dass sich die Mobilfunklage im Ortsteil Egenhofen durch ein Projekt in der Nachbarkommune Pfaffenhofen an der Glonn (Kreis Dachau) deutlich verbessern könnte. Diese Hoffnung wird wohl enttäuscht werden. Nicht zuletzt, weil sich in Pfaffenhofen eine Gruppe von Anwohnern erheblich gegen einen 40-Meter-Mast in der Nähe des Kreisverkehrs bei Wagenhofen gewehrt und schlussendlich in Gesprächen mit dem Bürgermeister und Vertretern der Deutschen Funkturm die Verschiebung auf einen tieferen Standort erreicht hatte. Die Nebenwirkung: Jetzt können nur noch wenige Straßenzüge Egenhofens von der Pfaffenhofener Anlage versorgt werden.(kra)

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