Mobiles Luftreinigungsgerät in einer Schulmensa
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Mobiles Luftreinigungsgerät in einer Schulmensa

Corona

In der der Pandemie: Egenhofen schafft Luftfilter auf Probe an

  • Eva Strauß
    VonEva Strauß
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In der Grundschule Aufkirchen sollen zwei Klassenzimmer mit mobilen Luftfiltergeräten ausgestattet werden – vorerst aber nur zur Probe. Das hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Denn es herrschte Skepsis bezüglich der Wirksamkeit der Geräte. Und auch das Finanzielle spielte eine Rolle.

Egenhofen - Wenn die Grundschule, die Mittagsbetreuung und das Kinderhaus Krümelkiste mit Luftfiltergeräten ausgestattet werden würden, würde man rund 53 solcher Anlage benötigen. Das geht aus den Sitzungsunterlagen hervor. Die Geräte für den Kindergarten in Aufkirchen, den die Kirche betreibt, kämen extra dazu. Rund 212 000 Euro müsste die Gemeinde für alle Geräte bezahlen. Die Verwaltung rechnet pro Luftfilteranlage mit 4000 Euro Anschaffungskosten. Hinzu kämen Wartungskosten.

Bürgermeister Martin Obermeier (NLE) regte an, zwei Zimmer im Obergeschoss der Grundschule, die schlecht zu lüften seien, mit den Filtern auszustatten. Das entspreche auch einer Empfehlung des Umweltbundesamtes. Ansonsten plädierte er für Abwarten – genauso wie die restlichen Ratsmitglieder.

Ursula Hackl (BGE) sprach sich dafür aus, auch auf die Probegeräte zu verzichten. „Ich finde es übertrieben, weil Lüften braucht es ja trotzdem.“ Zudem habe es seit Beginn der Pandemie gerade einmal fünf Corona-Fälle in der Grundschule Aufkirchen gegeben. Anton Schräfl (WGE) schlug vor, die Geräte zu mieten oder zu leasen. Das soll nun geprüft werden.  es

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