Zu Besuch bei Energiewende-Pionier Josef Seemüller (M.): (v.l.) Max Keil, Ramona Weiß, Jakob Drexler und Gottfried Obermair.

Ziel 21

Ein Vorbild in Sachen Energiewende

Mitglieder des Brucker Energiewendevereins Ziel 21 haben Josef Seemüller besucht. Der Unterschweinbacher Senior ist ein Pionier in Sachen Energiewende. 

Unterschweinbach – Schon im Jahr 1974 hat er auf seinem Hof mit dem Umstieg auf alternative Energiequellen begonnen. Mittlerweile sind alle sechs Häuser auf seinem Hof mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Außerdem hat Josef Seemüller selbst ein Elektroauto gebaut.

Herkömmliche Elektroautos waren ihm lange Zeit zu teuer. So kam er auf die Idee, sich selbst ein solches Fahrzeug zu bauen und kaufte sich 2002 einen gewöhnlichen Kleinwagen. Den Dieselmotor baute er aus, ersetzte ihn mit Elektrotechnik – und schuf so das vermutlich erste Elektroauto im Landkreis. Stolz führte Seemüller den hellblauen Wagen Max Keil, Ramona Weiß, Jakob Drexler und Gottfried Obermair vom Verein Ziel 21 vor.

Umweltfreundlicher sind auch die Gebäude auf dem Seemüller-Hof geworden. Die Wärmeenergie erzeugt der dreifache Urgroßvater ungefähr seit dem Jahr 2000 mittels Luftwärmepumpen. Seine Neueste ist etwa eineinhalb Jahre alt. Da er die Daten aller Pumpen akribisch protokolliert, sieht er, wie sich die Leistungen im Laufe der Jahre verbessert haben. Ein Beispiel: Den Spitzenwert, den eine Wärmepumpe im Sommer 2000 erreicht hat, leistet ein neues Gerät heute im Winter. Josef Seemüller ist vollends überzeugt von dieser Art der Energiegewinnung. Die Wärmepumpen seien eine preisgünstige Alternative zu Erdkollektoren oder Wasserpumpen.

Außerdem nutzt Seemüller seit einiger Zeit eine braune Tonne. Damit, so sagte er, will er zeigen, wie effektiv die Kombination aus Luftwärmepumpe und Biotonne ist. Herkömmliche Öl- und Gasverbrennung hält er für den falschen Weg. „Das ist pures Abfackeln von hochwertiger Energie“, sagte der 82-Jährige.  tb

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