Josef Nefele ist Bürgermeister von Egenhofen.

Ausführliche Diskussion 

Endgültiges Ja für neues Rathaus

Nun ist es offiziell: Die Gemeinde Egenhofen erhält ein neues Rathaus. Es soll in der Mitte Unterschweinbachs errichtet werden.

EgenhofenÜberraschend ist das nicht, schließlich wird schon seit vielen Jahren über das Projekt diskutiert. Im Dezember 2016 stellte der Architekt Wilhelm Greulich erste Pläne für das Gebäude vor. Der Haken an der Sache: Der Gemeinderat hatte bis dato nie förmlich festgehalten, einen neuen Sitz für die Verwaltung errichten zu wollen. Diesen Beschluss holten die Kommunalpolitiker nun nach, allerdings nicht ohne ausführliche Diskussion.

So wollten die CSU-Vertreter Gabriele Dietrich und Hans Langwieder erst einen Zeitplan erarbeiten und daran anschließend einen detaillierten Beschluss zum Rathaus-Bau fassen. Die Grundsatzbeschluss-Vorlage, die Amtsleiter Robert Köll dem Gremium vorgelegt hatte, erschien ihnen „zu vage“ (Dietrich). Kölls Formulierung lautete schlicht: „Der Gemeinderat Egenhofen beschließt, dass – vorbehaltlich der Entscheidung über das Raumprogramm und den Standort – ein neues Rathaus in Unterschweinbach gebaut wird.“ Der dritte Bürgermeister Anton Schräfl (WGE) hatte im Prinzip nichts an der Formulierung auszusetzen. Er wollte jedoch sicherstellen, dass es endlich mit dem Projekt vorangeht. Er schlug daher vor, den Satz mit einem Passus zu ergänzen, der die Erarbeitung eines Raumprogramms bis zu den Sommerferien festschreibt. Außerdem könne „parallel“ gearbeitet werden, unter Einbindung des Bauausschusses, um die Sache zu beschleunigen. Schräfl stieß mit der Idee auf Widerspruch seines Fraktionskollegen Thomas Wieser: „Dass wir uns unter Druck setzen, bringt nichts.“

Ohne Beschluss, keine weiteren Arbeiten

Bürgermeister Josef Nefele (BGE) betonte zudem mehrfach: „Ohne einen Grundsatzbeschluss werde ich keine weiteren Arbeiten beauftragen.“ Kölls Vorschlag wurde schließlich gegen die Stimmen der CSU-Vertreter Dietrich, Langwieder und Strasser sowie des BGE-Rats Andreas Schwarz angenommen. Thomas Mösl (BVA) fehlte aus Termingründen.

Georg Obermeier (BGE) mahnte während der Diskussion eine Änderung des Sitzungsprotokolls vom 9. Mai an, in dem der Neubau ebenfalls erwähnt wurde. Er wollte ein wörtliches Zitat Nefeles, das im Tagblatt zu lesen war, in dem offiziellen Schriftstück erwähnt haben: „Wegen eines Rathaus-Neubaus wird kein anderes Vorhaben in der Gemeinde schlechter gestellt.“ Der Bürgermeister sicherte zu, dass das Protokoll dahingehend abgeändert werde. (kra)

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