Ludwig Benson starb im Alter von61 Jahren.     Repro: akk

Nachruf

Er rettete den Förderverein Furthmühle

 Die Furthmühle und das Mühlenmuseum lagen ihm besonders am Herzen. Nun haben die Einrichtungen einen Förderer verloren.

Unterschweinbach Vor Kurzem ist Ludwig Benson, Vorsitzender des Fördervereins Furthmühle, im Alter von 61 Jahren gestorben.

„Der Diagnose Gehirntumor trat mein Ludwig unglaublich tapfer gegenüber“, sagt Ehefrau Sylvia. Doch als er spürte, dass es bald zu Ende geht, war es für Benson schwer, sich mit diesem Schicksal abzufinden. „Er spürte, dass ihn seine Fähigkeiten nach und nach verließen und er mehr und mehr in eine ihm völlig fremde Welt eintauchte“, erinnert sich die Ehefrau.

Sylvia Benson kann auf viele schöne gemeinsame Ehejahre zurückblicken. Sie lernte ihren Ludwig vor 27 Jahren bei einer Fahrt des ADFC-Fahrradclubs kennen. „Er war damals Tourenleiter, und diese Fahrt war unser erster gemeinsamer Weg“, erzählt sie. Nur wenige Tage vor seinem Tod feierten sie noch ihren 21. Hochzeitstag.

Die Familie stand für den Informatiker immer an erster Stelle. Tochter Christiane schenkte dem Paar drei Enkel. „Wir kümmerten uns immer gerne um unsere Enkel Katharina, Frederik und Juliane. Und wenn es die Zeit zuließ, waren wir immer gerne mit dem Rad unterwegs, die Ideen gingen meinem Mann so schnell nicht aus.“

Vor rund zwei Jahren erfuhr Ludwig Benson, dass der Förderverein Furthmühle dringend einen Vorsitzenden suchte. Da die Auflösung des Vereins drohte, stellte sich der damals 59-Jährige zur Wahl. „Mein Mann hatte sehr viel Freude an diesem Ehrenamt, und die Furthmühle wurde ihm mehr und mehr zur Herzensangelegenheit.“

Es bereitete ihm Freude, herauszufinden, welches Konzert, welcher Vortrag oder welche Ausstellung die Besucher interessieren könnte. „Ludwig fühlte sich in der liebenswürdigen Mühlenfamilie um Albert Aumüller einfach wohl.“ Bei Aumüller bleibt er in bester Erinnerung: „Er war ein Macher und hat sich einfach gerne um die Mühle gekümmert.“

Die Ausstellung „Alles unter Dampf“ eröffnete Benson schon als Vorsitzender des Fördervereins, auch die laufende Fotodokumentation „Flora, Fauna, Furthmühle. Unsere Heimat – Unsere Natur“ war dem Vorsitzenden ein Herzensanliegen. Naturfotografin Marie-Therese Ritz-Burgstaller erzählt: „Ludwig Benson war ein so liebevoller und naturverbundener Mensch, der sich mit Leib und Seele für die Furthmühle einsetzte, damit dieses Kulturgut erhalten bleibt – ich kann vor seinem vorbildlichen Einsatz nur den Hut ziehen.“ Bei seinen Wegbegleitern bleibt Ludwig Benson als „Macher und Kümmerer“ für eine gute Sache in Erinnerung. „Es war ihm wichtig, dass es nicht nur ihm und unserer Familie gut geht – in unseren Herzen bleibt er lebendig.“(akk) 

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