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Ein Notarzt auf dem Weg zum Patienten.

Egenhofen/Oberschweinbach

Ersthelfer: Bitte um Mit-Finanzierung

Der neue First-Responder-Dienst aus Pfaffenhofen/Glonn war im Jahr 2019 hauptsächlich im Brucker Land unterwegs. Nun wollen die Ersthelfer-Sanitäter aus dem Nachbarlandkreis Dachau Geld.

Egenhofen/Oberschweinbach – Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele (BGE) und sein Oberschweinbacher Amtskollege Norbert Riepl (DGO/CSU) werden demnächst Post aus Pfaffenhofen erhalten. Der dortige Rathauschef Helmut Zech (CSU) bittet sie um Geld. Grund: In Pfaffenhofen hat am 1. Mai des vergangenen Jahres ein von der Aicher-Group organisierter First-Responder-Dienst seine Arbeit aufgenommen – vergleichbar mit den „Helfern vor Ort“ aus anderen Gemeinden. Zech stellte dieser Tage die Einsatzstatistik vor. Demnach lag der Schwerpunkt in Egenhofen mit 39 Prozent der Einsätze, gefolgt von Oberschweinbach mit 24 Prozent. In Pfaffenhofen selber waren die First Responder nur in 17 Prozent der Fälle aktiv, im benachbarten Odelzhausen (Landkreis Dachau) in 15 Prozent. Die freiwilligen Helfer wurden bei 179 Notfällen von der Brucker Leitstelle alarmiert und zu ihren Einsatzorten geschickt.

Zech hatte vor der Einführung bei den Nachbarn um eine Kofinanzierung gebeten. Sowohl Odelzhausen als auch Egenhofen lehnten damals ab. Dass es die Pfaffenhofener sogar nach Oberschweinbach verschlagen würde, damit hatte niemand gerechnet. Zech erklärte nun: „Unsere ehrenamtlichen First Responder leisten lebensrettende Dienste. Es wäre nur gerecht, wenn sich unsere Nachbarn beteiligen.“ Die Kosten halten sich in Grenzen: Pfaffenhofen investierte für die Einrichtung des Dienstes vorab 17 500 Euro, der laufende Betrieb wird mit einem monatlichen Zuschuss von 300 Euro unterstützt. (kra)

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