„Wir tratschen, solange wir Lust haben.“Heidi Steibl, Erste Vorsitzende des Madlvereins über die monatlich stattfindenden StammtischeDas rosa Shirt ist das Erkennungszeichen der Unterschweinbacher Madln. 

Sie helfen den Burschen 

Großes Interesse am Madlverein: 30 Mitglieder nach sechs Monaten

Unterschweinbach – Burschenvereine gibt es in Bayern wie Sand am Meer. Und auch das weibliche Pendant dazu, der Madlverein, wird immer beliebter. Vielerorts tun sich junge Frauen in ihrer Freizeit zusammen, um etwa örtliche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen oder gemeinsame Stammtische zu organisieren, auch in Unterschweinbach.

 Im Juli haben Heidi Steibl (21) und Verena Thurner (21) den Schoambacher Madlverein ins Leben gerufen. 30 Mitglieder im Alter von 15 bis 22 Jahren zählt der Verein nach nur einem halben Jahr.

In den Orten rund um Unterschweinbach fehlen Madlvereine, was den Unterschweinbacherinnen im Grunde ganz recht ist. „Es wurden zwar schon ein paar in der Umgebung gegründet, aber trotzdem haben wir auch viele Mitglieder, die keine Unterschweinbacher sind. Aktuell ist die Hälfte unserer Mitglieder aus dem Umkreis“, sagt Verena Thurner, die Zweite Vorsitzende. Hauptsächlich hätten sie Mitglieder im privatem Rahmen durch Mund-zu-Mund-Propaganda gewonnen. „Wir nehmen auch Madln aus der Umgebung auf. Weil, wenn da nur ein paar Madln in einem Ort sind, können die noch lange keinen Verein gründen.“ Für eine Vereinsgründung brauche man immer noch mindestens fünf Personen.

Die Idee, einen Madlverein zu gründen, kam Heidi Steibl und Verena Thurner beim zehnjährigen Gründungsfest der ortsansässigen Blaskapelle. „Das war eine spontane Geschichte. Wir haben uns gedacht: Wir sind so viele Madln im Dorf, da brauchen wir auch einen Madlverein. Zwei Monate später war´s dann schon soweit“, erzählt Heidi Steibl, Chefin der Schoambacher Madln. Für die Unterschweinbacherinnen ist klar: Madln und Burschen helfen zusammen. „Wir helfen gerne den Burschen bei ihren Veranstaltungen. Da sind wir dann im Ausschank, beim Putzen und beim Dekorieren dabei“, sagt Heidi Steibl.

Bislang tragen die Schoambacher Madln noch ein rosa Shirt als Zeichen der Vereinszugehörigkeit. Doch die Vorsitzenden träumen von einem eigenen Vereinsdirndl. Im Frühjahr 2017 soll es dann soweit sein: „Ab nächstem Jahr wollen wir spätestens zur Fahnenweihe der Pfaffenhofener Burschen in unserem eigenen Vereinsdirndl auflaufen.“

Wer bei den Madln mitmachen will und aus Unterschweinbach kommt, muss mindestens 15 Jahre alt sein. Alle aus dem Umkreis müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Neben den beiden Vorsitzenden steht die Führungsmannschaft: Schriftführerinnen sind Sofie Plabst und Anna-Lena Thurner. Die Rollen der Kassiererinnen besetzen Stephanie Lampl und Magdalena Schäpe. Trotzdem dürfen es bei den Schoambacher Madln noch mehr Mitglieder werden.

Der Spaß kommt bei den Madln auch nicht zu kurz. Am ersten Mittwoch im Monat treffen sie sich zum Stammtisch beim Bliasmeister. Heidi Steibl sagt: „Da wird ein bisschen Organisatorisches beredet und dann tratschen wir, solange wir Lust haben.“  (mid)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stadt will alte Militär-Flugzeuge kaufen
Kampfflugzeuge im Besitz der Stadt? Freilich will Fürstenfeldbruck kein Jagdgeschwader aufstellen: Die CSU stellt sich vor, einigeausrangierte Flugzeuge in Fursty zu …
Stadt will alte Militär-Flugzeuge kaufen
Damit beim Kreuzerlmachen alles klappt
Ohne sie hätte es die Demokratie schwer. Tausende Wahlhelfer sorgen am 24. September dafür, dass die Stimmen der Bürger dort landen, wo sie hingehören. Siegfried …
Damit beim Kreuzerlmachen alles klappt
Soraya aus Olching
Freba und Hashmat Waqar aus Olching freuen sich über die Geburt von Töchterlein Soraya. Am Tag ihrer Geburt wog das süße Mädchen 2990 Gramm und war 50 Zentimeter groß. …
Soraya aus Olching
Bau des Feneberg-Marktes bleibt ungewiss
Die Zukunft des geplanten Feneberg-Supermarktes an der Hauptstraße in Grafrath wird sich wohl in der Gemeinderatssitzung am 9. Oktober entscheiden.
Bau des Feneberg-Marktes bleibt ungewiss

Kommentare