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Auf diesem Gemeindegrundstück in Egenhofen sollen demnächst die fünf Container für die Obdachlosen stehen.  

Auf Gemeindegrundstück in Egenhofen

Hier stehen bald Container für Obdachlose

Auf einem Gemeindegrundstück in Egenhofen werden fünf Container für Obdachlose aufgestellt. Vier Personen – eine Mutter mit zwei Kindern sowie eine alleinstehende Frau – ziehen in die provisorische Unterkunft neben dem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt.

Egenhofen Die kleine Container-Siedlung ist seit März beschlossene Sache. Nun einigte sich der Gemeinderat auf die Details: Die Anlage wird aus drei Wohnblechkisten bestehen. Zwei stehen der Familie, einer der Einzelperson zur Verfügung. Einen weiteren Container mit Kochnische, WC und Waschraum teilen sich die vier Personen. Zudem fügt die Gemeinde einen Container bei, in dem Gegenstände gelagert werden können. Der Schlüssel dazu wird im Rathaus aufbewahrt. Jede der Kisten ist sechs Meter lang und drei Meter breit.

Thomas Wieser (WGE) hatte Bedenken hinsichtlich der „Sozialverträglichkeit“ bei der Nutzung des Gemeinschaftscontainers. Er befürchtete Konflikte: „Jetzt werden dort ausschließlich Frauen einziehen. Was ist, wenn dort ein Mann wohnt?“

Bürgermeister Josef Nefele (BGE) sah kein Problem, einen weiteren Küchen- und Bad-Container zu beschaffen. Der Haken: Mutmaßlich muss die Gemeinde für dessen Kosten komplett selber aufkommen: „Wir kriegen nur das Minimum gefördert.“ Amtsleiter Robert Köll wies darauf hin, dass die Anlage jederzeit erweitert werden könnte, gegebenenfalls auch durch eine Aufstockung.

Gabriele Dietrich (CSU), eine Rechtsanwältin, erkundigte sich, wer in einem Schadensfall die Haftung trage und wie es mit Kautionen aussähe. Köll stellte klar: „Die Obdachlosen sind keine Mieter. Sie unterschreiben keine Mietverträge, sondern erhalten Wohnraum auf Grundlage einer Einweisungsverfügung.“ Kautionen fielen daher nicht an. Auch Nebenkostenumlagen auszurechnen sei schwierig.

Im Juni wirdaufgestellt

Andreas Rieder (BGE) erkundigte sich, ob man die Obdachlosen zum Schneeräumen verpflichten könne. Nefele meinte, dass sich die Frage angesichts der Schneelage der letzten Jahren nicht stelle. Ansonsten habe die Gemeinde den Fußweg zu dem Grundstück geräumt, schon wegen des Zugangs zum benachbarten Seniorenheim.

Wieser fragte: „Was passiert mit den Containern, wenn alle Obdachlosen Wohnraum finden?“ Nefeles knappe Antwort: „Das ist das Risiko der Gemeinde.“ Der Benutzungssatzung für die Unterkunft stimmte Wieser nicht zu, weil er schwierige Sozialverhältnisse befürchtet. Peter Kiser (CSU) schloss sich ihm an. Im Juni soll die Siedlung errichtet werden. Horst Kramer

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