+
Die Kandidaten der Neuen Liste Egenhofen.

Kommunalwahl 2020

Neue Liste Egenhofen setzt auf soziale Medien

Aufbruchstimmung herrscht bei der Neuen Liste Egenhofen. Zwei bis vier Sitze sollen es bei der Kommunalwahl werden. Die Gruppierung setzt im Wahlkampf verstärkt auf Facebook und andere Neue Medien.

Egenhofen– Ob sie zwei, drei oder vier Sitze im neuen Gemeinderat für realistisch halten, darüber herrschten auf der Nominierungsversammlung der Neuen Liste Egenhofen (NLE) unterschiedliche Ansichten: Listenführer und Bürgermeister-Kandidat Martin Obermeier (61) hält drei Plätze für machbar, die auf Nummer zwei gesetzte Betriebswirtin Korinna Konietschke (46) votierte vorsichtig für zwei. Die Nummer drei, der Poigerner Florian Dimmelmeier (43), hofft gar auf vier Mandate. „Ich bin immer optimistisch“, meinte der Kfz-Händler und lachte.

Verhältnisse im Rathaus durcheinander wirbeln

Die NLE schickt sich an, die bisherigen Verhältnisse im Unterschweinbacher Rathaus durcheinander zu wirbeln. Angefangen beim Chefposten: „Ich habe viel Zustimmung vernommen“, berichtete Obermeier. Er baut im Wahlkampf auf die sozialen Medien. Der Unterschweinbacher Maschinenbaustudent Christoph Wilhelm (25) und Dimmelmeier basteln gerade an einem Instagram- und Facebook-Auftritt, die Internetseite ist schon seit geraumer Zeit online. „In der jetzigen Zeit muss man jeden Kanal nutzen, um alle Menschen zu erreichen“, konstatierte Wilhelm, der auf Platz vier kandidiert. Keiner der anderen Gruppierungen setzt derart auf soziale Medien.

Kinder und ältere Menschen

Doch in erster Linie geht es der NLE um Themen. Bei der Vorstellungsrunde wurde sehr oft das Stichwort„Kinder“ genannt – vom Kindergartenausbau und der Ganztagsbetreuung über den ÖPNV und die Wiederbelebung des Kindergartenbusses bis zu sicheren Fuß- und Radwegen – kein Wunder beim relativ niedrigen Altersdurchschnitt der 16 Kandidaten und Kandidaten (36,8 Jahre).

Vier Frauen treten für die NLE an: Korinna Konietschke aus Weyhern engagiert sich als Elternbeiratsvorsitzende der Aufkirchner Grundschule und im Helferkreis Asyl und ist als Vorstand des Fördervereins Furthmühle mittlerweile überregional bekannt. Die Betriebswirtin Dominika Konrad (41) ist im FSV Aufkirchen und Grundschul-Elternbeirat aktiv und bringt durch ihre Tätigkeit beim Abwasserzweckverband Schweinbach-Glonngruppe kommunale Kompetenz mit. Die Bürokommunikationskauffrau Melanie Klose (41) will sich auch speziell für Senioren einsetzen. Vierte im Bunde ist Obermeiers Tochter Astrid (25), eine Tourismusmanagement-Studentin. Sie dürfte besonders aufgehorcht haben, als ihr Vater sagte: „Die Situation der älteren Menschen in unserer Gemeinde geht uns alle an. Schließlich hat jeder Eltern.“ Er verwies darauf, dass der Altersdurchschnitt der Egenhofener Bevölkerung (laut Statistischem Landesamt) in den kommenden Jahren beträchtlich steigen wird.

Fast alle Kandidaten sind in den örtlichen Vereinen tätig, drei aktive Feuerwehrler wollen in den Rat einziehen: neben Wilhelm auch die Wenigmünchner Stefan Wagner (32) und Kommandant Alexander Thurner (43). Außerdem finden sich Landwirte, Ingenieure und auch Finanzexperten auf der Liste für die Kommunalwahl.

Neue Liste braucht noch Unterschriften

Im Programm werden die Themen Naturschutz und Flächenverbrauch, günstiger Wohnraum und kleinere Wohnungen, Sanierung der Infrastruktur, Öffentliche Räume für Jugendliche und ältere Menschen und auch Wanderwege – zum Beispiel in die Glonnau – eine Rolle spielen. Obermeier betonte: „Als neue Gruppe müssen wir die Unterschriften von 80 Unterstützern vorweisen.“ Diese müssen sich in eine Liste im Rathaus eintragen, sobald die Wahlunterlagen abgegeben sind. Das werde voraussichtlich am 17. Dezember geschehen. Auch Obermeier braucht bis Ende Januar 80 Unterschriften. (Horst Kramer)

Die Kandidaten der Neuen Liste Egenhofen

1. Martin Obermeier, 2. Korinna Konietschke,  3. Florian Dimmelmeier, 4. Christoph Wilhelm,  5. Christian Ableitner,  6. Dominika Konrad,  7. Alexander Mothes, 8. Thomas Ableitner,  9. Simon Wendler,  10. Melanie Klose,  11. Martin Wittmann, 12. Alexander Thurner,  13. Stefan Wagner,  14. Thomas Konietschke,  15. Astrid Obermeier,  16. Max Siedersberger.

Zur Versammlung im Wenigmünchner Feuerwehrhaus kamen 25 Personen – davon 18 NLE-Mitglieder.

Auch interessant: Die Themenseite zur Kommunalwahl FFB 2020

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bei der Feuerwehr Wenigmünchen wird es wärmer
Die Feuerwehr Wenigmünchen kann sich Hoffnungen machen, dass ihr Gebäude im nächsten Winter besser beheizt sein wird als gegenwärtig. 
Bei der Feuerwehr Wenigmünchen wird es wärmer
Feuermelder schlägt in Getränkemarkt Alarm - Kunden gehen seelenruhig weiter einkaufen
Ein Feuermelder schlug in einem Getränkemarkt in Geiselbullach Alarm. Manche Kunden ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen - und gingen weiter einkaufen.
Feuermelder schlägt in Getränkemarkt Alarm - Kunden gehen seelenruhig weiter einkaufen
Navi leitet Autofahrer über Straße, die es nicht gibt - Grund liegt in der Vergangenheit
Ortsunkundige Autofahrer könnten derzeit in Olching in eine fiese Falle tappen: Ein Navigationssystem leitet sie über eine Straße, die es gar nicht gibt.
Navi leitet Autofahrer über Straße, die es nicht gibt - Grund liegt in der Vergangenheit
Neue Ladesäulen für Elektro-Autos
Mit neuen Ladestationen haben die Stadtwerke Fürstenfeldbruck ihr Angebot für Halter von Elektrofahrzeugen deutlich ausgebaut.
Neue Ladesäulen für Elektro-Autos

Kommentare