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Die Kandidaten der Bürgervereinigung Gesamtgemeinde Egenhofen.

Kommunalwahl 2020

Amtsleiter will Bürgermeister in Egenhofen werden

Von der Verwaltung in die Politik: Egenhofens Rathaus-Amtsleiter Robert Köll bewirbt sich bei der Kommunalwahl 2020 als Spitzenkandidat der Bürgervereinigung Gesamtgemeinde Egenhofen (BGE) um die Nachfolge von Bürgermeister Josef Nefele.

Egenhofen 20 Wahlberechtigte hatten sich versammelt, um ihren Spitzenmann zu küren und eine Liste mit den drei Bewerberinnen und 13 Bewerbern für einen Platz im Gemeinderat zu bestimmen. Alle Kandidaten stellten sich kurz vor.

BGE-Gemeinderatsmitglied Andreas Rieder lobte den 56-jährigen Beamten: „Robert Köll ist fachlich und menschlich hervorragend für das Amt geeignet, besser können wir es nicht treffen.“ Köll selbst sagte, er wisse nach 15 Jahren im Rathaus „doch ziemlich gut Bescheid, was in der Gemeinde los ist“. Seine Ziele umschrieb er mit den Stichworten „Moderation“ und „Fit machen für die Zukunft“. Die Gemeinde werde wachsen, wichtig sei, dass die Infrastruktur mitwachse, von der Kinderbetreuung bis zu Seniorenangeboten, vom Straßen- und Radwegebau bis zur Nahversorgung.

Kandidat möchte kooperativ sein

Köll sprach auch über den Stil, den er pflegen wolle: nicht konfrontativ, sondern kooperativ, überparteilich und dialogorientiert. Später sagte er zum Tagblatt: „In der Position eines Bürgermeisters muss man sich auch der Kritik stellen.“ Warum er in die Politik wechseln will, begründete der 56-Jährige so: „Mir ist die Gemeinde ans Herz gewachsen.“ Der BGE habe er sich angeschlossen, „weil die Zusammenarbeit bisher sehr gut war“ und ihn die Gruppe angesprochen habe. Auf die Frage, ob er Amtsleiter bleibe, wenn ein anderer Kandidat gewählt würde, antwortete er: „Dass hängt von dem neuen Bürgermeister ab.“ Er sei sich bewusst, dass er sich gegebenenfalls einen neuen Job suchen müsse. Falls er das Vertrauen der Wähler erhalte, wolle er umgehend die Nachbesetzung seiner Stelle angehen.

Frischer Wind im Gemeinderat

Dass sich nur drei Frauen (und eine Ersatzkandidatin) bereit erklärt hatten, auf der BGE-Liste zu kandidieren, bedauert Köll. Aber er freut sich, dass einige junge Leute antreten, etwa die 27-jährige Kathrin Wörle, der 24-jährige Johann Steinherr junior, der 26-jährige Florian Hackl und der 30-jährige Axel Jörg. Letzterer sagte: „Es braucht frischen Wind im Gemeinderat.“ Wörle fügte hinzu: „Es wichtig, dass sich junge Leute einbringen. Schließlich geht es um unsere Zukunft.“

Viele der Aspiranten sind bekannt durch ihr Vereinsengagement, darunter Siegfried Zeller und Ludmilla Istock. Dass Christian Schöpf auf der BGE-Liste zu finden ist, kann als Überraschung gewertet werden – der Behindertenbeauftragte der Gemeinde kandidierte zuletzt bei der WGE und engagierte sich in der SPD. Als Grund für seine Neuorientierung nannte Schöpf das Wahlprogramm der BGE.

Die Kandidaten der BGE

1. Robert Köll 2. Ursula Hackl 3. Andreas Rieder 4. Andreas Schwarz 5. Hans Kappelmeir 6. Christian Unkmeir 7. Christian Schöpf 8. Siegfried Zeller 9. Kathrin Wörl 10. Florian Hackl 11. Ludmilla Istock 12. Johann Steinherr jr. 13. Axel Jäger 14. Christian Endres 15. Matthias Fendt 16. Robert Herrmann.

Ersatzkandidaten sind Michael Plabst und Sandra Pflanz.

Robert Köll wurde in einer separaten Abstimmung zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl gewählt. Er erhielt von den 20 Wahlberechtigten bei einer Enthaltung 19 Ja-Stimmen (Horst Kramer)

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