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Mit göttlichem Segen geht der SC Oberweikertshofen künftig die Spiele an. Pfarrer Antoo segnet die frisch renovierten Räume. 

Fussball

Kunstrasen: Präsident widerspricht Manager

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Mit seinem Kunstrasen-Wunsch hat Oberweikertshofen Manager Uli Bergmann den Dorfclub aufrüttelt. Jetzt widerspricht ihm der Präsident.

Oberweikertshofen – Sportlich läuft es bei den Fußballern des SC Oberweikertshofen seit dem Start in die Frühjahrsrunde der Landesliga rund. Am Spielfeldrand ging zuletzt jedoch ein kräftiges Rumoren durch den Dorfverein. Grund dafür war die Ankündigung von Manager Uli Bergmann, wonach der Sportclub einen Kunstrasenplatz bauen würde. „Da ist ihm in der Euphorie der Gaul durchgegangen“, widersprach jetzt Präsident Sepp Kraut bei der Einweihung des neuen Kabinentrakts.

Kraut musste sich nach Bergmanns Ansage mit Befürchtungen der Mitglieder herumschlagen, dass der Verein mit dem teuren Bau des Platzes in nicht mehr überschaubare Schulden stürzen würde. Der Präsident formuliert das Vorgehen deshalb weitaus vorsichtiger als sein Manager: „Wir prüfen die Möglichkeiten, welche Chancen wir auf einen Kunstrasenplatz haben – mehr tun wir erst einmal nicht.“ Freilich ist Kraut einem künstlichen Geläuf nicht abgeneigt, zumal der SCO für seine Mannschaften in der Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde jedes Jahr die Kunstrasenplätze anderer Vereine mieten muss. „Ich würde aber nie einen solchen Platz bauen, wenn finanziell nicht alles gesichert ist.“

Schon bei der rund 220 000 Euro teuren Sanierung des nun eingeweihten Kabinentraktes hatte der Vereinschef die Finanzen im Auge und die Mitglieder für viel Eigenleistung gewinnen können. Welchen Gegenwert diese Arbeit hat, darüber gehen die Aussagen von Manager und Präsident aber auch recht deutlich auseinander. Während Bergmann von 150 000 Euro sprach, korrigierte Kraut den Wert nun auf 30 000 Euro. Insgesamt 57 verschiedene Helfer hätten rund 1700 Arbeitsstunden eingebracht, rechnete der SCO-Präsident bei der Einweihung vor.

Josef Kraut ist durch Bergmanns Aussage in Erklärungsnotstand gekommen, da sich auch die Gemeinde Egenhofen mit 40 Prozent und der Bayerische Landesssportverband (BLSV) mit 20 Prozent an den Kosten beteiligt hatte. „Angesichts der geflossenen Zuschüsse wäre uns bei dem von Bergmann genannten Betrag ein Gewinn geblieben“, so der Präsident. Dies sei aber „natürlich nicht“ der Fall.

Erneuert wurden die 32 Jahre alten Duschen, ein Teil der Außenfassade und die Fenster. Die Arbeitsbedingungen seien dabei oft schwierig gewesen, wie Kraut berichtete. „Weil wir das Ganze im laufenden Betrieb machen mussten, konnten wir die beiden Seiten nur getrennt voneinander angehen.“ Dafür können die SCO-Kicker die künftigen Partien mit Gottes Hilfe angehen, nachdem der indische Pater Antoo Akkarapattiekkal die in neuem Glanz erstrahlenden Kabinen bei der Einweihungsfeier gesegnet hat.

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