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Die Kommunalwahl steht bevor.

Kommunalwahl in Egenhofen

Langsam formieren sich die Kandidaten

Wer tritt für das Bürgermeisteramt in Egenhofen an? Noch halten sich diejenigen, die als Kandidaten gehandelt werden, sehr bedeckt. Vier Namen sind derzeit im Ort zu hören.

Egenhofen Langzeit-Bürgermeister Josef Nefele (Bürgervereinigung Gesamtgemeinde Egenhofen/BGE) tritt aus Altersgründen – er ist 70 – nicht mehr an. Denn der Gemeinderat hatte vor einem halben Jahr beschlossen, künftig einen hauptamtlichen Rathauschef zu installieren. In Bayern liegt die Altersgrenze bei Amtsantritt dafür bei 67 Jahren. Für nebenamtliche Bürgermeister gibt es keine Altersbeschränkungen.

Als Nefeles Nachfolger werden bis dato vier Kandidaten gehandelt: Rathaus-Amtsleiter Robert Köll, der für die BGE antreten könnte; Vizebürgermeister Thomas Mösl (Bürgervereinigung Aufkirchen/BVA), der als Geschäftsleiter des Amperverbands Erfahrungen in der Führung einer kommunalen Organisation gesammelt hat; Feuerwehrreferent Thomas Wieser (Wählergruppe Egenhofen/WGE), Inhaber und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens sowie der Gründer der Neuen Liste Egenhofen (NLE), Gemeinderatsmitglied Martin Obermeier, der sich schon vor fünf Jahren bei der BGE als Nefele-Erbe ins Spiel gebracht hatte.

Zudem ist zu erwarten, dass die CSU mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen geht. Die CSU-Ortsvorsitzende Gabriele Dietrich, die im Jahr 2014 gegen Nefele angetreten war, hat schon vor einigen Monaten angedeutet, dass sie diesmal nicht mehr antritt. Bei der CSU werde die Entscheidung wohl erst im November bekannt gegeben.

Mösl antwortete jüngst auf die Frage, ob er sich für eine Kandidatur entschieden habe: „Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig.“ Voraussichtlich im Oktober will er seine Entscheidung bekannt geben. Wieser äußerte sich vorsichtig: „Alles ist offen. Ich muss noch einige Fragen mit der Familie klären.“ Auch er nennt Oktober als Zeitfenster.

Obermeier hatte sein Interesse an dem Amt schon im Umfeld der NLE-Gründung angedeutet. „Da wir eine neue Gruppierung sind, werden wir unsere Aufstellungsversammlung wohl erst im November abhalten können“, sagte er jetzt auf Nachfrage des Tagblatts. Seinen persönlichen Entschluss will er jedoch schon vorher der Öffentlichkeit mitteilen.

Am deutlichsten äußerte sich Köll: „In zirka vier Wochen herrscht Klarheit.“ Auf Nachhaken setzte er hinzu: Seine Kandidatur bei der Kommunalwahl 2020 sei wahrscheinlich. (kra)

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