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So sieht die Kapelle zurzeit aus. Auf der hellgrauen Grundierung sind vorne die Farben aufgetragen, die der Restaurator für das Kirchlein vorgesehen hatte: ein dunkles Grau sowie zwei Brauntöne.

Denkmalschutz

Nepomuk-Kapelle: Restaurator muss nachsitzen

Weyhern – Die Geschichte um die Nepomuk-Kapelle an der Glonnbrücke bei Weyhern (Gemeinde Egenhofen) geht in die nächste Runde.

Nun haben die Denkmalschützer unter der Leitung von Dr. Hildegard Sahler vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege das kleine Gotteshaus besucht, um vor Ort das Farbkonzept zu begutachten, das der Miesbacher Restaurator Erwin Wiegerling vorgesehen hat.

Das ernüchternde Ergebnis: Wiegerling muss nacharbeiten, Nepomuk muss sozusagen nachsitzen. Der Restaurator hat an der Ostseite der Kirche eine kleine Fläche dreifarbig bestrichen: Die Grundfarbe ist grau, einige Balken sollen hell- und dunkelbraun angemalt werden. „Die Denkmalschützer schienen mit dem, was sie gesehen haben, nicht zufrieden zu sein“, berichtet Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele, der bei dem Termin zugegen war. Dass der Miesbacher zudem einige Bretter des Holzgebäudes ohne Rücksprache mit dem Münchner Amt austauschte, hat den Denkmalprofis wohl ebenfalls nicht gefallen. Zudem sei eine Decklatte „zu astig“ gewesen.

Wann die Arbeiten durchgeführt werden, sei offen, sagt der Bürgermeister. Er wirkt genervt: „Es wird Zeit, dass wir das Projekt endlich wirtschaftlich und sachlich abschließen.“ Denn erst wenn die Restaurationsarbeiten beendet seien, könnte das Areal rund um die Kapelle endgültig angelegt werden, erklärt Nefele. Er möchte dort eine Bank aufstellen und das Kirchlein mit einer kleinen Feier einweihen, möglichst noch in diesem Jahr.

von Horst Kramer

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