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Auch in Althegnenberg gibt einen Netto-Markt

Pläne vorgestellt

Netto will in Egenhofen ein Geschäft bauen

Die Gemeinde könnte einen Supermarkt bekommen: Netto möchte am nördlichen Rand der Kommune bauen. Peter Kuster von der Handelskette und Klaus Eichendorf von einer Bauträger-Firma stellten die Pläne im Gemeinderat vor.

Egenhofen – Ins Auge gefasst hat der Konzern ein rund 5700 Quadratmeter großes Areal am Ortsausgang Richtung Furthmühle, auf der Westseite der FFB 14. Das Grundstück gehört der Kommune. Bisher werden dort Weihnachtsbäume gezüchtet. Die Fläche grenzt an das Kinderhaus Krümelkiste. Gedacht wird an eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern.

Das Projekt wurde von der Gemeinde angestoßen. Bauamtsleiterin Marianne Kottermair hatte 2018 angefangen, Lebensmittelketten anzufragen, ob sie sich einen Markt in Egenhofen vorstellen können. Als einziges Unternehmen habe Netto Interesse gezeigt, so Amtsleiter Robert Köll.

Netto begründet den Wunsch-Standort

Kuster und Eichendorf berichteten, dass sie alle Ortsteile nach dem Verkaufspotenzial abgeklopft hätten. „Wir haben objektiv geprüft, auch Unterschweinbach“, sagte Kuster auf Nachfrage von Andreas Rieder (BGE). Als einziger Standort komme der Egenhofener Norden in Frage. „Wir wollen auch die Pfaffenhofener haben“, begründete das Eichendorf. Netto war schon einmal mit der Nachbargemeinde im Gespräch, zu einer Einigung kam es jedoch nicht.

Am Standort Richtung Furthmühle wäre von der Kreisstraße zum Supermarkt-Parkplatz eine Linksabbiegerspur nötig. Das kostet rund 150 000 Euro – und diese Summe will Netto übernehmen. „Das wäre uns unser Engagement wert“, erklärte Kuster. Zumal der Markt auf dem Areal wachsen könne, wenn er sich etabliert habe.

Mit so vielen Kunden rechnet Netto

Gabriele Dietrich (CSU) fragte nach dem Zufahrtsverkehr. Kuster sprach von durchschnittlich 670 Kunden pro Tag, vor Feiertagen könnten es bis zu 1000 Kunden sein. „Davon kommen voraussichtlich 70 bis 80 Prozent mit dem Pkw“, so Kuster weiter. Hans Göttler (WGE) hakte in Sachen Lieferantenverkehr nach. Der Netto-Vertreter sprach von einem 18 Meter langen Sattelschlepper, der den Markt täglich anfährt. Zweimal wöchentlich ist mit einem zweiten 18-Meter-Zug zu rechnen, sowie mit einem Lkw, der Getränke liefert und Leergut abholt.

Thomas Wieser (WGE) wollte wissen, wie die Chancen von lokalen Erzeugern wären, als Lieferanten berücksichtigt zu werden. Antwort: Nur bei Backwaren gibt es wohl eine Chance für heimische Betriebe.

Hans Langwieder (CSU) fragte nach der Gewerbesteuer-Zahlung von Netto. Hierzu machte Kuster keine konkreten Aussagen. Außer: „An die Gewerbesteuerzahlungen eines größeren produzierenden Betriebs kommen wir nicht heran.“

Eichendorf erläuterte die Zeitschiene: Für Bauleitplanverfahren und Genehmigungen brauche man 15 Monate. Die Bauzeit beträgt ein halbes Jahr. „Das Geschäft könnte frühestens Ende 2021 eröffnet werden.“

Nun muss der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen eine Entscheidung treffen. Und dann müssen Investor und Rathaus-Spitze über den Verkauf des Grundstücks verhandeln. (kra)

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